Egal ob Backen, Braten, Grillen, Kochen oder einfach nur schnell eine Tiefkühlpizza auftauen: All das gelingt dir mit dem passenden Backofen im Handumdrehen. Die Entscheidung für den richtigen Backofen ist oftmals nicht gerade einfach, zumal das Angebot am Markt so breit gefächert ist und sehr viele Kriterien zu beachten sind.

In unserem großen Backofen Test 2019 stellen wir dir alle von uns näher getesteten Backöfen vor und erklären dir zudem alles was du beim Kauf eines Ofens beachten musst. Mithilfe unserer Kaufkriterien wird dir die Entscheidung für einen passenden Backofen gleich viel einfacher fallen.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Backofen ist unabdingbar für jeden Haushalt, in dem gern und regelmäßig gekocht wird. Bei der Wahl des richtigen Modell solltest du vor allem auf Zusatzfunktionen und die Art des Backofens achten.
  • Backöfen können entweder mit Strom oder mit Gas betrieben werden und haben demnach auch einen unterschiedlich hohen Energieverbrauch.
  • Ein Backofen erfüllt kann ebenfalls als Multifunktionsgerät genutzt werden und mit den richtigen Funktionen auch einen Grill oder Pizzaofen ersetzten.

Backofen Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Einbaubackofen

Der Siemens Backofen in der Farbe Edelstahl und schwarz ist ein Hinkucker in der Küche. Außerdem bietet der Siemens Backofen sehr viele Funktionen. Dazu gehören die Auftau-, Warmhalte- und Grillfunktion, Abschaltautomatik, Schnellaufheizung, Automatikprogrammen, Timer, Touch und eine Kindersicherung.

Kein Vorheizen durch die coolStart-Funktion. Ganz schnell ist das Essen auf den Tisch, kein Aufwärmen oder Auftauen mehr notwendig.

Die Highlights des Siemens Backofen sind: softMove, Halogenbeleuchtung und Kindersicherung. Das Öffnen und Schließen der Backofentür geht ganz sanft durch den Dämpfungsmechanismus softMove. Eine Kindersicherung sorgt dafür, dass die Kinder den Backofen nicht unbefugt einschalten können.

Aber auch andere Highlights kann der Siemens Backofen noch bieten, wie 4D-Heißluft, TFT-Display oder coolGlass. Egal, welche Einschubebene gewählt wird, im Backofenraum ist immer die ideale Wärmeverteilung durch die Technologie des Lüftermotors.

Das TFT-Display führt den Benutzer durch das Menü des Backofens. Dabei werden immer die richtigen Einstellungen für das Gericht gefunden.

Der beste Einbaubackofen mit Feuchtigkeitszugabe

Dieser Einbaubackofen mit großem Sichtfenster hat eine Antifinger Edelstahl-Beschichtung und immerhin die Energieeffizienzklasse A+. Durch das große Volumen von 71 L liegt der Stromverbrauch dennoch bei 1,09 kwh.

Diverse Extras und Funktionen wie die Heißluft-Funktion, eine Grillfunktion, Schnellaufheizung, Kindersicherung, Ober- und Unterhitze und Grill und Pyrolytische Selbstreinigung runden das Bild ab.

Der BPS55532AM hat Soft-Closing sowie die spezielle Einstellung „SteamBake mit Feuchtigkeitszugabe“ für optimale Backergebnisse. Im Lieferumfang des AEG Backofens finden sich ein Backblech, eine Fettpfanne und ein Kombirost.

Das beste Multifunktionsgerät

Der Neff Bachofen wird mit einem Stromverbrauch von 0,9 kwh und der Effizienzklasse A angegeben. Mit dem Garraumvolumen von 71 L zählt er zu den größten Einbaubacköfen.

Besonders zu erwähnen sind das TFT Farb- und Grafik-Display mit FullTouch Control Steuerung und die 15 Beheizungsarten (CircoTherm, CircoTherm Eco 40 °C – 200 °C, Ober-/Unterhitze, Ober-/Unterhitze ECO, Thermogrill, Großflächengrill, Kleinflächengrill, Pizzastufe, Brotbackstufe, Unterhitze, Sanftgaren, Auftaustufe, Gärstufe, Vorwärmen, Warmhalten).

Mit dem BCT 5664 N werden ein Backblech, zwei Kombiroste und eine Universalpfanne mitgeliefert. Der Neff Backofen punktet zudem mit Dampfgarer, Automatikprogrammen, Timer, Schnellaufheizung, Kerntemperatursensor, Kindersicherung, Pyrolyse, Teleskopauszug, Grillfunktion und Abschaltautomatik.

Der beste Backofen mit abnehmbarer Tür

Der Elektrobackofen von Beko verfügt über acht verschiedene Heizarten sowie eine Simple Steam Reinigungsfunktion. Des Weiteren besitzt der Ofen eine Kindersicherung, eine Backofenbeleuchtung, ein elektronisches Display sowie ein Kühlgebläse. Die Tür des Backofens ist abnehmbar.

Dem Händler zufolge ist die emaillierte Oberfläche des Ofens besonders pflegeleicht. Bei seinen Käufern ist der Backofen vor allen Dingen aufgrund seines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr beliebt.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Backofen kaufst

Backöfen sind ein wichtiger Bestandteil einer Küche und können für die Zubereitung verschiedenster Speisen genutzt werden. Daher solltest du dich vor dem Kauf eines Backofens ausführlich informieren, um das für dich passende Modell zu wählen. Die wichtigsten Informationen, die dir bei deiner Entscheidung helfen können, haben wir im Folgenden zusammengefasst.

Was ist ein Backofen und wie funktioniert er?

Im Backofen kannst du verschiedene Sachen backen, braten oder grillen. Neben Brötchen, Brot und Kuchen, kannst du auch Fleischgerichte und Aufläufe darin zubereiten.

Backöfen kennen die meisten Menschen nur von Zuhause. Aber auch im Handwerk und in industriellen Bereichen findet der Backofen Verwendung. Ein Backofen wird entweder elektrisch oder mit Brennstoff beheizt. Du hast also die Wahl zwischen einem mit Strom oder mit Gas betriebenen Backofen.

Backofen Größe

Backöfen gibt es in den unterschiedlichsten Größen und so auch mit verschiedenen Innenraumgrößen. Je nachdem in welchen Dimensionen du kochst, kannst du dich für die ideale Größe entscheiden. (Bildquelle: pexels.com / Tookapic)

Je nach Leistung kannst du den Backofen an eine einfach Steckdose anschließen, oder ud benötigst einen Starkstromanschluss. Der Starkstromanschluss benötigt eine Mindestleistung von über 10 kW. Backofen haben verschiedene Betriebsmodi. Die zwei bekanntesten sind Ober- und Unterhitze und Umluft. Zudem kannst du die Temperatur individuell Einstellen

Bei der Ober- und Unterhitze befinden sich Heizstäbe bzw. Heizspiralen auf dem Boden und an der Decke des Geräts. Die Heizstäbe sind meistens verkleidet, was die Reinigung des Backofens erleichtert. Durch Strom oder andere Brennstoffe werden die Heizspiralen erhitzt und der Ofen heizt sich auf. Durch Temperaturfühler wird die eingestellte Temperatur überwacht.

Das Umluft-Programm führt zu einer gleichmäßigen Hitze im Ofen. Auch hier kommen die Heizstäbe am Boden und Decke zum Einsatz. Zusätzlich dazu ist an der Rückwand des backofens ein Ventilator angebracht, der die Hitze gleichmäßig im Ofenraum verteilt.

Was unterscheidet einen Einbau Backofen von einem Standgerät?

Diese Frage lässt sich anhand der Gegebenheiten in deiner Küche beantworten. Hast du bereits eine Einbaunische, so empfiehlt sich ein Einbaugerät. Sollte dies nicht der Fall sein, dann entscheide dich für einen Standbackofen.

Bei einem Standgerät handelt es sich um einen freistehenden Backofen. Dieser kann prinzipiell überall dort aufgestellt werden, wo du Platz hast.

Einbaubacköfen hingegen können lediglich in den dafür vorgesehenen Küchenkorpus installiert werden, haben aber den Vorteil, dass sie auf eine für dich angenehme Höhe eingebaut werden können.

Suchst du einen Backofen oder eine Kombination aus Backofen und Kochfeld?

Du hast die Wahl zwischen einem einzelnen Backofen oder einer Kombination aus Backofen und Kochfeld.

Christian BeerExperte für Küchenausstattungen

Welche Größe der Backofen haben soll, solltest du dir unbedingt vor dem Kauf überlegen. Wenn du Speisen für mehrere Personen oder eine große Familie zubereiten möchtest, musst du ein Modell mit entsprechend großem Nutzraum wählen. Für einen Singlehaushalt oder eine sehr kleine Küche eignen sich auch Kombimodelle sehr gut.

Ein Vorteil von Backofensets ist, dass die Anschaffung mitunter preisgünstiger ist, als wenn du dich für den Kauf von zwei einzelnen Elementen entscheidest. Möchtest du Backofen und Kochfeld lieber getrennt kaufen, kannst du dir hier verschiedene Kochfelder ansehen.

Was ist ein Backofen mit Pyrolyse?

Wenn ein Backofen eine Pyrolyse Funktion besitzt bedeutet das, dass dieser sich selbst reinigen kann. Bei der Pyrolyse-Selbstreinigung wird der Backofeninnenraum auf eine Temperatur von bis zu 500°C erhitzt. Dadurch zerfallen alle organischen Stoffe, indem die Moleküle voneinander gelöst werden und in Asche umgewandelt werden.

Das Gute dabei ist, dass du nach dem Programm lediglich mit einem feuchten Tuch über den Backofenboden wischen musst, um die Asche zu entfernen. Jedoch hat die Pyrolysefunktion einen sehr hohen Energieverbrauch. Mehr Informationen zu der Selbstreinigungsfunktion findest du bei den Kaufkriterien.

Welche Vorteile hat ein ausziehbarer Backofen?

Ausziehbare Backöfen arbeiten meist mit Teleskopschienen, welche dir ein einfaches Hineinstellen und Herausnehmen der Speisen ermöglichen. Du kannst die Belche meist zu drei Viertel oder sogar komplett herausziehen, was dir den Zugang erleichtert.

Ein Backofen mit Teleskopauszug erleichtert das Herausnehmen und Hineinstellen des Garrgutes.

Die Auszüge der Teleskopschienen gleiten entlang der Schienen heraus und verhindert so das nach unten Kippen. Ausziehbare Schübe sind also sinnvoll, da du nicht mehr in den heißen Backofen greifen musst und sie dir erleichtern, die Speisen hinein- und herauszunehmen.

Vor allem für Bäcker oder Konditoren eignet sich ein ausziehbarer Backofen, da die Teleskopschienen auch das Einstreichen von Backwaren erleichtern und die Gefahr sich bei dem Griff in den Heißen Ofen zu verbrennen, reduzieren.

Was kostet ein Backofen?

Der Preis eines Backofens richtet sich immer nach den Funktionen und der Energieeffizienzklasse. Aber auch die Größe und der Hersteller bestimmen über die Kosten für einen Backofen.

Außerdem macht es einen Unterschied, ob du einen Standbackofen, einen Einbaubackofen oder eine Backofen-Kochfeld-Kombination möchtest. Einen einfachen Backofen, der lediglich Ober- und Unterhitze und Umluft besitzt, bekommst du bereits ab 200 €.

Backofen Muffin

Für leidenschaftliche Köche und Bäcker ist ein Backofen natürlich ein Muss, doch auch schnelle und sehr einfache Gerichte gelingen in einem Backofen. (Bildquelle: unsplash.com / Erol Ahmed)

Ab 260 € bekommst du sogar schon einen no-name Backofen, der 8 verschiedene Heizarten hat und über eine Reinigungsfunktion sowie eine Elektronikuhr mit Timer verfügt.

Die Energieeffizienzklasse liegt jedoch nur bei A. Marken-Backöfen beginnen bei ca. 300 €, aber auch hier ist die Energieeffizienzklasse nicht besser als A.

Mittelklasse-Backöfen von namenhaften Herstellern kosten um die 500 €. Sie beinhalten verschiedene Heizprogramme, haben eine selbstreinigende Funktion und mindestens Energieeffizienzklasse A+.

Typ Funktionen Energieeffizienzklasse Preisgrenze
Günstiger Backofen Ober-/Unterhitze, Umluft alle Klassen unter A ab 200 €
Mittelklasse Backofen verschiedene Heizarten, reinigungsfunktion, Timer A/A+ ab 500 €
Luxusklasse Backofen viele verschiedene Heizarten, Selbstreinigungsfunktion, Timer, Touchpad A+/A++/A+++ ab 900 €

Backöfen der Luxusklasse beginnen bei ca. 900 €. Sie haben viele verschiedene Heizarten und Funktionen und Energieeffizienzklasse A++.

Wo kann ich einen Backofen kaufen?

Einen Backofen kannst du für den Heimbedarf sowohl im Elektrofachmarkt kaufen, als auch im Internet bestellen. Im Elektrofachmarkt solltest du gut beraten sein. Im Einzelhandel gibt es Backöfen in folgenden Läden:

  • Saturn
  • Media Markt
  • Euronics
  • Ikea

Wenn du dir diesen Backofen-Test bis zu Ende durchliest, solltest du aber auch selbst Wissen worauf es ankommt und kannst ganz entspannt im Internet nach dem richtigen Backofen suchen. Im Internet bieten verschiedene Hersteller eine große Auswahl an Backöfen mit verschiedenen Funktionen an.

Welche Kosten kommen pro Jahr auf mich zu?

Neben der Anschaffung eines Backofens, muss auch der Strom für den Backofen gezahlt werden. Oft wird der Verbrauch eines Backofens unterschätzt. In einem Zwei-Personen-Haushalt gehen ungefähr 10% des Gesamtverbrauchs an Strom auf das Kochen und Backen zurück.

Die Kosten des Stromverbrauchs hängt mit der Energieeffizienzklasse zusammen. Je besser die Energieeffizienzklasse ist, desto geringer ist der Stromverbrauch. Ein Backofen mit Energieeffizienzklasse A verbraucht im Schnitt 0,8 kWh, während ein Gerät mit der Klasse A+++ nur 0,4 kWh verbraucht.

Heizt du den Ofen nicht vor, kannst du den Stromverbrauch deines Backofens bis zu 20% sinken.

Aber auch die Isolierung des Backofens hat Auswirkungen auf den Stromverbrauch. Je weniger Hitze entweichen kann, um so weniger Strom wird benötigt. Eine dreifach-verglaste Klappe ist besser isoliert, als eine zweifach-verglaste.

Welches Zubehör gibt es für Backöfen?

Alle Backöfen verfügen über eine Grundausstattung an Zubehör, wie Bleche und Gitter. Inzwischen gibt es aber noch mehr Dinge um deinen Backofen noch besser nutzen zu können.

Typ Beschreibung
Backblech Flaches Blech für Kuchen, Kekse, Pommes frittest, Pizza etc.
Fettpfanne Tiefes Blech für Kuchen, Braten und Aufläufe oder um vom Rost tropfendes Fett aufzufangen
Backofenrost Gitter, um Back- und Bratformen im Ofen zu platzieren, ermöglicht gleichmäßige Hitzeverteilung
Teleskopauszüge Spezialzubehör: Ermöglicht es das Blech/Gitter wie eine Schublade aus dem Ofen zu ziehen
System-Dampfgaren Einsatz Spezialzubehör: Einsatz ermöglicht ein Dampfgaren bei 100° C im Backofen

Wenn du einen neuen Backofen kaust, sind erfahrungsgemäß mindestens ein Backblech und ein Backofenrost dabei. Auf einem normalen Backblech kannst du gut Kuchen backen oder einen saftigen Braten zubereiten.

Das Material des Backblechs und des Backofenrosts sollte hitzebeständig und rostfrei sein. Die meistens Backofenroste sind aus Stahl gefertigt. Der Vorteil von einem Ofenrost ist, dass auch von unten durch die Gitterstäbe heiße Luft zugeführt werden kann. So kann beispielsweise Pizza schön knusprig werden. Außerdem kannst du auch Kuchenformen oder Auflaufformen darauf stellen.

In den neueren Modellen wird auch eine Fettpfanne mitgeliefert. Die Fettpfanne sieht aus wie ein Backblech, ist aber tiefer. Sie fängt überschüssiges Fett auf, kann aber auch für Aufläufe verwendet werden.

 

Zudem gibt es neuerdings Teleskopauszüge für Backöfen. Mit einem Teleskopauszug kannst du Backbleche wie eine Schublade aus dem Backofen ziehen. Das hat den Vorteil, dass du z.B. den Kuchen zu Garprobe nicht herausholen musst. Die Verbrennungsgefahr ist geringer.

Welche sind die wichtigsten Hersteller von Backöfen?

Gute und günstige Hersteller von Backöfen sind:

  • Gorenje
  • Beko
  • Amica

Teurer, aber qualitativ hochwertiger sind Backöfen von folgenden Herstellern:

  • Miele
  • AEG
  • Siemens
  • Bauknecht
  • Neff
  • Bosch

Welche Alternativen gibt es zu einem Backofen?

Manche Küchen sind sehr klein, da kann es schon mal vorkommen, dass kein Platz für einen Backofen ist. Es gibt aber platzsparende Möglichkeiten, die du anstelle eines Backofens verwenden kann.

Minibacköfen sind perfekt für kleine Küchen geeignet. Sie sind auch Ideal fürs Büro. In einem Minibackofen kannst du ganz einfach Speisen erwärmen, aber auch Tiefkühlpizzen aufbacken und kleine Kuchen backen.

Minibacköfen gibt es mit einem Innenraumvolumen von 12 bis 30 Litern. Die größeren Minibacköfen haben oft auch eine Kochfunktion. Beim Kauf solltest du unbedingt auf den Energieverbrauch achten.

Eine weitere Alternative ist die Mikrowelle. Moderne Kombi-Mikrowellen bieten viele Programme und sind meistens mit Ober- und Unterhitze und Heißluft ausgestattet. Diese Mikrowellen können sowohl zum Aufwärmen, als auch zum Garen, zum Gratinieren und zum Grillen benutzt werden.

Entscheidung: Welche Arten von Backöfen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Damit du möglichst einfach herausfinden welcher Backofentyp für dich der Richtige ist, stellen wir dir die unterschiedlichen Backofenarten vor und informieren dich über deren Stärken und Schwächen.

  • Elektrobackofen
  • Gasbackofen
  • Induktionsbackofen
  • Kompaktbackofen
  • Dampfbackofen
  • Doppelbackofen
  • Backofenset

Der folgende Ratgeber soll dir Tipps geben, um es dir zu erleichtern, dich für die richtige Backofenart zu entscheiden. Er soll dazu dienen einen ersten Eindruck davon zu bekommen, wodurch sich die Gerätetypen unterscheiden und wo deren Stärken und Schwächen liegen. Auf den spezifischen Produktseiten stellen wir dir im Anschluss die einzelnen Kategorien im Detail vor.

Was zeichnet einen Elektrobackofen aus und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Der Elektrobackofen zählt inzwischen als das Standardmodell der Backöfen. Er zeichnet sich vor allem durch eine Vielzahl von technischen Features aus, die Ihnen den Küchenalltag vereinfachen können.

Zu diesen zählen unterschiedliche Beheizungsarten, Automatikprogramme und die pyrolytische Selbstreinigung. Ein potentieller Nachteil des Elektrobackofens ist der Energieverbrauch. Achte daher beim Kauf unbedingt auf den Stromverbrauch und die Energieeffizienzklasse.

Vorteile
  • Punktgenaues Backen
  • Automatikprogramme
  • Selbstreinigung
Nachteile
  • Stromverbrauch

Der Vorteil von elektronisch beheizten Backöfen liegt vor allem darin, dass die Ofentemperatur mittels elektrischer Regelung exakt festgelegt werden kann. Außerdem ermöglicht dieser Gerätetyp Niedrigtemperaturen von unter 100°C, welche schonendes Auftauen erlauben.

Elektrobacköfen können über eine Reihe von Zusatzfunktionen verfügen, wie zum Beispiel eine Selbstreinigungsfunktion oder verschiedene Beheizungsarten. Diese dienen dazu Ihren Küchenalltag zu vereinfachen.

Elektrobacköfen sind bereits ab 200€ erhältlich. Diese Modelle verfügen jedoch vergleichsweise nur über wenige Beheizungsarten. Markenprodukte mit erweiterten Funktionen und einem größeren Innenraumvolumen erhält man ab ungefähr 400€.

Allgemein gilt, je höher der Preis, desto umfangreicher die Ausstattung und desto vorherrschender Geräte von Markenherstellern, wie Siemens und AEG.

Was zeichnet einen Gasbackofen aus und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Der Gasbackofen ist das richtige Modell für dich, wenn du lediglich über einen Gasanschluss in der Küche verfügst oder wenn du die Vorteile dieses Gerätetyps nutzen willst und auf technische Zusatzfunktionen verzichten kannst.

Im Vergleich zu elektrischen Backöfen verbraucht ein Gasbackofen weniger Energie. Dazu kommt, dass Gas eine günstigere Energiequelle darstellt als Strom. Der Vorteil eines Gasbackofens ist, dass die Wärme sekundenschnell zur Verfügung steht.

Bedeutender Nachteil von Gasbacköfen ist jedoch, dass du auf viele Komfortfunktionen und weitere Beheizungsarten verzichten musst.

Der Gasbackofen wird, wie der Name bereits vermuten lässt, mit Erdgas betrieben. Das bedeutet, dass dieser Backofentyp besonders für Haushalte geeignet ist, die nur über eine schwache Stromversorgung und einen zusätzlichen Gasanschluss verfügen.

Der entscheidende Vorteil des Gasbackofens ist, dass Gas eine preisgünstigere Energiequelle zum Storm darstellt und Gasbacköfen zudem sehr energieeffiziente Geräte sind. Im Detail bedeutet dies, dass Gasbacköfen durch ihre rasche Hitzeentwicklung Wärme besonders schnell zur Verfügung stellen und du keinen Wärmeverlust beim Abschalten des Ofens hast.

Vorteile
  • Preisgünstig
  • Energieeffizient
  • Rasche Hitzeentwicklung
Nachteile
  • Punktgenaues Backen nur schwer möglich
  • Benötigt Gasanschluss

Die Auswahl von Gasbacköfen ist stark begrenzt und selten sind die Modelle von Markenherstellern produziert. Die untere Preisgrenze für Gasbacköfen liegt bei etwa 400 Euro, nur wenige Modelle sind auch schon für einen geringeren Betrag erhältlich.

Geräte die sich in einem Preisspektrum von 400 und 700 Euro befinden, beheizen lediglich durch Unterhitze und die zusätzliche Grillfunktion. Bei Gasbacköfen ab 700 Euro bieten viele Modelle zudem eine Umluftfunktion.

Was zeichnet einen Induktionsbackofen aus und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Ein hochmoderner Induktionsbackofen ist die richtige Wahl für dich, wenn du ein größeres Budget zur Verfügung hast und nicht auf die neuste technische Innovation in deiner Küche verzichten willst.

Der energiesparendste Gerätetyp ist der Induktionsbackofen, denn dieses Modell verbraucht 50% weniger Energie als herkömmliche Backöfen. Zudem erleichtert dir die Induktionstechnik die Zubereitung von anspruchsvollen Gerichten und verhindert durch optimale Hitzeverteilung das Anbrennen und Überhitzen Speisen.

Da derzeit nur die Marke Bauknecht Induktionsbacköfen herstellt, ist die Auswahl minimal und die Geräte haben einen hohen Preis.

Vorteile
  • Optimale Hitzeverteilung
  • Automatikprogramme
  • Spart Zeit
Nachteile
  • Teuer
  • Minimale Auswahl

Der Induktionsbackofen ist ein hochmoderner Backofen, welcher die Vorteile eines Elektroofens mit Induktionstechnologie vereint. Da dir zeitraubendes Aufwärmen mit diesen Gerätetyp erspart bleibt, sparst du nicht nur Zeit sondern auch Energie.

Durchschnittlich verbraucht der Induktionsbackofen 50% weniger Energie als normale Elektroöfen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass du das Induktionselement herausnehmen kannst und den Ofen somit auch wie einen klassischen Backofen verwenden kannst.

Da der Induktionsbackofen eine sehr neuwertige Entwicklung ist, gibt es derzeit nur ein Modell auf dem Markt. Dieses stammt von der Marke Bauknecht und kostet im Durchschnitt 900 Euro.

Was zeichnet einen Kompaktbackofen aus und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Du hast nur wenig Platz in Ihrer Küche und möchtest Energie sparen? In diesem Fall könnte ein Kompaktbackofen die richtige Entscheidung sein, da dieser Gerätetyp platzsparend ist und weniger Energie als ein herkömmlicher Elektrobackofen verbraucht.

Trotz seiner geringeren Größe steht der Minibackofen anderen Modellen in kaum etwas nach und verfügt sowohl über eine hohe Leistungsfähigkeit als auch über viele Ausstattungsmerkmale. Solltest du jedoch planen zu Weihnachten einen großen Braten zuzubereiten, dann wähle einen Backofen mit einem größeren Innenraum.

Der entscheidende Unterschied zwischen Kompaktbacköfen und herkömmlichen Elektroöfen besteht in der Höhe der Geräte. Mit einer Höhe von unter 50cm verfügen die sogenannten „Miniöfen“ dennoch über alle Funktionen, die ein normaler Backofen auch bietet. Entscheidest du dich für einen Kompaktbackofen sparst du sowohl Platz als auch Energie.

Vorteile
  • Platzsparend
  • Energiesparend
  • Zweckmäßigkeit
  • Vielseitigkeit
Nachteile
  • Ungeeignet für große Haushalte
  • Durch wenig Platz kein Raum für simultanes Backen

Nur selten werden alle fünf Etagen eines herkömmlichen Ofens verwendet, trotzdem wird bei diesen Vorgängen der gesamte Innenraum des Ofens beheizt.

Da ein Miniofen ungefähr 25% kleiner ist als diese Öfen, sparst du somit auch rund 25% an verbrauchter Energie. Kompaktöfen überzeugen durch Zweckmäßigkeit und Vielseitigkeit und eignen sich aufgrund dessen vor allem für kleinere oder Singlehaushalte.

Miniöfen sind bereits ab unter 400 Euro erhältlich. Die Auswahl in diesem Preisrahmen ist jedoch stark begrenzt und die Modelle bieten nur wenige Zusatzfunktionen an.

Mit steigendem Preis kommen diese jedoch nach und nach hinzu. In höheren Preisklassen findest du sowohl eine größere Auswahl, als auch Modelle von verschiedenen Markenherstellern vor.

Was zeichnet einen Dampfbackofen aus und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Du bevorzugst einen Backofen, der über ein normales Innenraumvolumen verfügt, willst aber dennoch Platz sparen? Dann könnte ein Dampfbackofen die richtige Wahl für dich sein.

Ein solches Modell erspart dir die zusätzliche Anschaffung eines separaten Dampfgarers und ermöglicht Ihnen eine schonende Zubereitung von Speisen. Dampfbacköfen sind zudem mit umfangreichen technischen Funktionen ausgestattet und bieten Dir eine Vielzahl von weiteren Beheizungsarten. Du solltest jedoch beachten, dass diese Backöfen einen höheren Anschaffungspreis haben.

Vorteile
  • Schonende Zubereitung
  • Spart Zeit
  • Ausstattungsumfang
Nachteile
  • Sehr teuer

Der Unterschied zwischen einem Dampfbackofen und einem herkömmlichen Backofen besteht darin, dass der Dampfbackofen eine Kombination aus Elektrobackofen und Dampfgarer ist. Ein Dampfbackofen eignet sich für Haushalte, die eine schonendere Zubereitungsart bevorzugen.

Der Vorteil der Methode des Dampfgarens ist, dass Vitamine, Nährstoffe und Aroma erhalten bleiben. Ein weiterer Vorteil ist, dass man beim Dampfgaren mehrere Gerichte zeitgleich zubereiten kann, ohne zu befürchten, dass sich deren Geschmäcke miteinander vermischen.

Das Kombigerät kann somit auch als zeitsparende Anschaffung dienen für Personen, die zeitlich sehr eingespannt sind. Als platzsparende Alternative zu dem Erwerb von zwei separaten Geräten ist der Dampfbackofen besonders für kleine Küchen geeignet, hinzu kommt das größere Fassungsvolumen des Ofens im Vergleich zu einem Dampfgarer.

Beim Dampfbackofen gilt, je größer dein zur Verfügung stehendes Budget ist, desto mehr Auswahl wird dir geboten. Außerdem steigt mit dem Preis auch die Anzahl von integrierten Funktionen, welche dir das Kochen und Backen erleichtern sollen.

Dampfbacköfen werden bisher fast ausschließlich von Markenherstellern produziert und zählen somit zu einer höheren Preisklasse. Die preisgünstigsten Modelle sind ab rund 500 Euro erhältlich.

Was zeichnet einen Doppelbackofen aus und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Wenn du in einem besonders großen Haushalt lebst, dann könnte ein Doppelbackofen interessant für dich sein. Modelle dieses Gerätetyps befinden sich ebenfalls in der oberen Preisklasse, zudem solltest du beachten, dass regelmäßiger Parallelbetrieb hohe Energiekosten nach sich zieht.

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich bei diesem Gerätetyp um einen doppelten Backofen. Das bedeutet, dass du verschiedene Gerichte parallel zubereiten kannst und dadurch Zeit sparst. Außerdem sind Doppelbacköfen sehr leistungsfähig und teilweise auch mit den herkömmlichen Zusatzfunktionen ausgestattet.

Ein Doppelbackofen eignet sich vor allem für große Haushalte oder für Personen, die oft Veranstaltungen ausrichten. Die beiden Öfen befinden sich in der Regel übereinander, können aber in einzelnen Fällen auch nebeneinander positioniert sein. Diese Art von Backofen ist somit ausschließlich für Küchen mit ausreichend Platz geeignet.

Vorteile
  • Simultanes Kochen möglich
  • Ideal für großen Haushalt
Nachteile
  • Erhöhte Energiekosten
  • Braucht viel Platz

Der Vorteil liegt darin, dass du nicht nur Zeit bei der parallelen Zubereitung mehrerer Mahlzeiten sparst, sondern diese auch zeitgleich servieren kannst. Somit ist es beispielsweise möglich, Hauptgang und Beilage zur gleichen Zeit zuzubereiten und beide Gerichte zusammen fertigzustellen.

Doppelbacköfen sind im Vergleich zu herkömmlichen Backöfen kostenintensiver in der Anschaffung, da du praktisch zwei Geräte erwirbst. Für einen Doppelbackofen musst du der Regel mehr als 1500 Euro für den Erwerb einplanen. Trotz des hohen Preises verfügen die Modelle jedoch meist nur über eine beschränkte Anzahl von Funktionen und Beheizungsarten.

Was zeichnet ein Backofenset aus und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Wenn du dein Kochfeld häufig in Kombination mit deinem Backofen verwendest, könnte ein Backofenset genau die richtige Wahl sein!

Für manche Gerichte benötigst du einen Backofen und für andere ein Kochfeld, durch den Erwerb eines Backofensets stehen dir (fast) alle Möglichkeiten zur Verfügung, die du im Kochalltag benötigst.

Ein Backofenset besteht aus einem Backofen und einem dazugehörigen Kochfeld. In Ausstattung und Funktionsweise unterscheidet sich das Backofenset nicht von herkömmlichen Elektrobacköfen. Der offensichtliche Vorteil eines Backofensets liegt darin, dass man beide Küchenelemente zusammen erwirbt und somit unterschiedliche Speisen auf unterschiedliche Art zubereiten kann.

Backofensets ohne viele Zusatzfunktionen und Beheizungsarten sind bereits ab unter 400 Euro erhältlich. Ab 600 Euro wird Ihnen eine breitere Modellauswahl geboten, welche zudem mit nützlichen Funktionen, wie einem Reinigungsprogramm, ausgestattet sind.

Vorteile
  • Ausstattungsumfang
  • Kochen verschiedener Speisen
Nachteile
  • Richtiger Anschluss muss vorhanden sein

Zu den meisten Backofensets gehört ein Induktionskochfeld, aber es sind auch Modelle mit Gaskochfeldern erhältlich. Diese sind jedoch etwas teurer im Vergleich zu den vorhandenen Alternativen.

Zu jedem Backofen gehören natürlich auch Backbleche – auf unserer verlinkten Webseite werden dir verschiedene Modelle gezeigt, damit du dir einen guten Überblick verschaffen kannst.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Backöfen vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Backöfen vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Modell für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Fassungsvermögen und Platzbedarf
  • Design und Material
  • Regelung
  • Automatikprogramme
  • Zeitschaltautomatik
  • Bratenthermometer
  • Sicherheitsabschaltung
  • Kindersicherung
  • Selbstreinigung
  • Kurzzeitwecker
  • Schnellaufheizung
  • Drehspieß
  • Stand-by-Modus
  • Grillfunktion
  • Dampfgarsystem
  • Dampfzusatzfunktion
  • Beheizungsarten
  • Einfachheit der Reinigung
  • Energieeffizienz und Energieverbrauch
  • Beschichtung
  • Lärmentwicklung

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat, und wie du diese einordnen kannst.

Fassungsvermögen und Platzbedarf

Unterschiedliche Backofenmodelle können sowohl in der Höhe als auch in der Breite variieren, daher ist es zwingend notwenig, dass du die genauen Maßen des dir zur Verfügung stehenden Platzes kennst.

Das Fassungsvermögen beschreibt die Größe des Garraumes. Bei einer standardmäßigen Einbaunische von 60cm kann der Garraum zwischen 60 und 78 Litern fassen und mit vier bis fünf Einschubebenen ausgestattet sein. Sollte du vorgesehene Einbaunische eine geringere Höhe oder Breite als die herkömmlichen Modelle haben, dann sind Kompaktbacköfen für dich interessant.

Design und Material

Ob modern oder Vintage, Backöfen gibt es in den unterschiedlichsten Designs. Die Farbe Schwarz oder Modelle aus Edelstahl findest du jedoch am häufigsten vor. Backöfen aus Edelstahl lassen sich besonders leicht reinigen.

Christian BeerExperte für Küchenausstattungen

Trotz aller Funktionalität solltest du auch das Erscheinungsbild deiner Küche nicht vergessen und auch wenn die Funktion eines Backofens im Vordergrund steht, darf auch die Optik eine Rolle spielen. Der Backofen sollte eine optische Einheit mit den anderen Küchengeräten bilden und sich in den Raum einfügen.

Dennoch empfiehlt sich eine Anti-Finger-Print-Oberfläche, damit du deinen Ofen nicht allzu häufig putzen musst.

Regelung

Damit der Backofen energiesparend und sicher eingesetzt werden kann, ist eine Steuer- und Regeleinrichtung von Nöten. Diese werden in erster Linie zur Regulation der Temperaturen für die einzelnen Garfunktionen eingesetzt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Temperatur im Backofen zu regeln:

  • Stabausdehnungsregler: In einem Metallrohr befindet sich ein einseitig verbundener Invarstab, der sich bei bei Wärme nicht verändert. An dem anderen Ende befindet sich ein Schaltmechanismus. Wird das Metallrohr erwärmt, dehnt es sich aus und zieht den Stab in sich hinein. Durch die Bewegung wird der Abstand verändert und es können mehrere Schaltkontakte benutzt werden.
  • Flüssigkeitsausdehnungsregler: Dieser Regler besteht aus einem Temperaturfühler, einer Membrandose und einem Kapillarrohr. Im Kapillarrohr befindet sich die Flüssigkeit. Ebenfalls verbindet das Kapillarrohr den Temperaturfühler mit der Membrandose. Durch die Ausdehnung der Flüssigkeit bei Wärme, wölbt sich die Membrandose. Dadurch wird ein Schaltkontakt geöffnet oder geschlossen.
  • PTC-Widerstände: Eine Temperaturregelung durch PTC-Widerstände (Positiver Temperatur Coeffizient) ist genauer und hat geringere Toleranzbereiche. Der Fühler des PTC bekommt ab bestimmten Temperaturen einen sehr hohen Temperaturbeiwert. Der Widerstand wird also mit vermehrter Hitze höher und der Temperaturkoeffizient ist positiv.

Automatikprogramme

Einige Backöfen besitzen Automatikprogramme. Dabei steht dir eine große Auswahl zur Verfügung – vom Auftauen bis Grillen ist alles dabei. Du wählst lediglich ein bestimmtes Programm aus und musst je nach Programm noch das Gewicht eingeben.

Beheizungsart, Dauer und Temperatur sind bei Automatikprogrammen vorprogrammiert und werden automatisch eingestellt. Je nach Zubereitung benötigst du dafür hitzebeständiges Geschirr, was entweder geschlossen oder offen ist.

Bei sensorgesteuerten Automatikprogrammen, wie beispielsweise “Autokochen” oder “Backsensor”, wird nur über einen Funktionswähler die Zubereitungsart ausgesucht. Durch die Sensoren wird die Garzeit, die Beheizungsart und die Temperatur speziell auf das eingesetzte Gargut abgestimmt.

Durch die Überwachung des Energieverbrauchs, der Temperaturverlaufskurve und über die Messung des Sauerstoffgehalts wird die Gardauer analysiert.

Die Bratautomatik kannst du zur Zubereitung von Braten und Fleischgerichten verwenden. Es ist ein Temperatur-Zeitprogramm, was ebenfalls automatisch nach fest hinterlegten Daten abläuft. Auch hier musst du das Gewicht angeben. Wichtig ist auch die Verwendung des richtigen Geschirrs.

Bei Miele-Backöfen gibt es oft eine Crisp-Funktion. Die Crisp-Funktion reduziert die Feuchtigkeit im Garraum und sorgt so dafür, dass das Gargut kross wird. Damit kannst du zum Beispiel lecker Pommes machen.

Mit dem Niedertemperaturgaren kannst du bei Temperaturen zwischen 70 und 120° C zarte Fleischstücke schonend garen. Mit dieser Funktion gelingt dir ganz sicher das perfekte Filet.

Zeitschaltautomatik

Die Zeitschaltautomatik ist ein Zeitmesser mit elektrischem Schalter. Bei der Halbautomatik schaltet sich der Schalter nach der individuell vorgewählten Dauer automatisch ab. Bei einer Vollautomatik kannst du neben dem Ausschalten auch den Start der Einschaltung bestimmen.

Je nach Backofen-Kombination kannst du neben dem Backofen auch die Kochstellen mit der Zeitschaltuhr steuern.

Manche Hersteller haben in den Heizarten eine bestimmte Temperatur vorprogrammiert, die dir vorgeschlagen wird. Du kannst die Temperatur aber auch individuell einstellen.
Außerdem gibt es auch so genannte Memoryfunktionen, in denen du häufig verwendete Einstellungen abspeichern und immer wieder aufrufen kannst.

Kurzzeitwecker

Der Kurzzeitwecker ist oft in die Schaltuhr integriert, kann aber auch separat in der Bedienblende eingebaut sein. Der Kurzzeitwecker kann keine Vorgänge ausführen, sondern dich lediglich durch ein Signal nach der abgelaufenen Zeit an weitere Vorgänge erinnern. Die Kurzzeit kannst du individuell einstellen, ist die Zeit abgelaufen ertönt ein Signal.

Sicherheitsabschaltung

Backöfen haben in der Regel eine automatische Sicherheitsabschaltung. Vergisst du mal den Backofen auszuschalten, schaltet er sich nach einer bestimmten Betriebsdauerbegrenzung automatisch aus. Die Betriebsdauerbegrenzung beim Backofen ist abhängig von der Beheizungsart und Temperatur.

Kindersicherung

Neuere Backofen können Kinder durch eine Kindersicherung vor Gefahren schützen. Aber auch für ältere Backofen gibt es Sicherungen für die Backofentür, die nachträglich eingebaut werden können..

Vor der Neugier der Kleinen ist auch ein Backofen nicht geschützt, deshalb ist es ratsam sich einen Backofen mit Kindersicherung zuzulegen.

Die integrierte Kindersicherung verhindert das Benutzen und Anschalten des Geräts.

Die Handhabung der Sicherung für den Nachwuchs ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. Oft wird die Kindersicherung durch das Drücken einer bestimmten Taste aktiviert. Die genaue Bedienung der Kindersicherung kannst du der Gebrauchsanleitung entnehmen.

Einige Backofen-Modelle haben außerdem eine Türsicherung. Ab einer gewissen Temperatur wird durch einen automatischen Sicherheitsmechanismus die Tür des Backofens verriegelt, damit sowohl Kinder, als auch Erwachsene sich nicht verbrennen können.

Bei älteren Modellen besteht die Gefahr, dass sich Kinder auch von außen an der Scheibe verbrennen können. Das liegt an der Einfachverglasung der Scheiben in der Tür. Um das zu verhindert, gibt es aufklebbare Backofen-Gitter. Die Gitter schützen vor direktem Kontakt mit der heißen Scheibe.

Auch eine Türsicherung kannst du ganz einfach nachrüsten. Durch einen Riegel, der an der Außenseite des Backofens angebracht wird, kann das Öffnen der Ofentür verhindert werden.

Beschichtung

Der Garinnenraum eines Backofens ist zumeist mit einer Emaille-Beschichtung versiegelt. An den normalen Emaillierungen kann sich schnell Schmutz festsetzen. Deshalb wurden unterschiedliche emaillierte Beschichtungen entwickelt, an denen sich Schmutzrückstände nicht so leicht ablagern können.

Möchtest du deinen Backofen nicht nach jeder Verwendung reinigen, solltest du einen Backofen mit Glatt-Email oder Glanz-Email kaufen. Diese Emaille-Arten geben Schmutz durch ihre extrem glatte Oberfläche keinen Halt. Es entsteht eine Art Lotus-Effekt, der Fettrückstände abprallen lässt. Die Antihaftbeschichtung werden unter verschiedenen Namen, wie z.B. TitanEmail oder Longclean, angeboten.

foco

Wusstest du, dass es Backöfen schon über 5000 Jahre lang gibt?

Vorgänger des heutigen elektrischen Backofens, sind große Gebäudeartige Öfen aus Lehm, die schon früher für die Verarbeitung von Getreide und anderen Produkten verwendet wurden.

Granit-Email mit der samtig, glänzende Oberflächenversiegelung ist in der Pflege noch leichter und zudem auch robuster gegenüber Kratzer. Grundsätzlich solltest du für die Reinigung trotzdem schonende Mittel und weiche Tücher verwenden.

Einfachheit der Reinigung

Um dir die Reinigung Ihres Backofens zu erleichtern kannst du zwischen drei verschiedenen Reinigungseigenschaften wählen: Glatte-Emaille-Beschichtung, Katalyse oder Pyrolyse. Eine Glatte-Emaille-Beschichtung ist eine glasähnliche Beschichtung der Ofenwände, welche die Haftung von Spritzern und Essensresten erschwert.

Eine katalytische Beschichtung hingegen bewirkt, dass Lebensmittelreste und Spritzer ab einer Temperatur von 200 bis 300 Grad Celsius verdampfen. Die Beschichtung ist jedoch sehr empfindlich und du solltest deshalb auf harte Schwämme und starke Reinigungsmittel bei der manuellen Reinigung verzichten.

Außerdem solltest du darauf achten, dass der Backofen leicht zu reinigen ist oder über eine Selbstreinigungsfunktion verfügt, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Wenn du dich selbst nicht als technikaffin beschreiben würdest, dann sollte das Modell über eine unkomplizierte Handhabung verfügen und mit Automatikprogrammen und Bedienungshilfen ausgestattet sein. Solltest du zeitlich eingeschränkt sein, würde dir ein Backofen mit integrierter Zeitschaltautomatik den Alltag erleichtern.

Selbstreinigung

Es gibt verschiedene Methoden, die dich bei der Reinigung deines Backofens unterstützen. Die einfachste, bei der du am wenigstens schrubben musst, ist die Selbstreinigungsfunktion. Um den Ofen zu säubern, musst du nur einen Knopf drücken und nach dem Programm den Boden noch einmal auswischen.

Viele moderne Backöfen verfügen über die Pyrolyseselbstreinigungsfunktion. Bei dieser Funktion erhitzt sich der Backofen auf bis zu 500°C und sämtliche Verschmutzungen werden in Asche umgewandelt.

Vor der Benutzung der Funktion solltest du die Einhängegitter und Bleche entfernen, da diese möglicherweise die hohen Temperaturen nicht standhalten können. In der Regel dauert die Pyrolysereinigung 2 Stunden. Bei einigen Herstellern kannst du je nach Verschmutzung zwischen 1 oder 2 Stunden, bzw. zwischen bis zu 3 Verschmutzungsgraden wählen.

Bei der Pyrolyse wird der Backofen mit einer Gesamtleistung von ungefähr 3.000W aufgeheizt. Erreicht die Temperatur 300°C, verriegelt sich die Tür automatisch, um vor Verbrennungen zu schützen. Nach der Reinigung öffnet sich die Verriegelung der Tür bei 300°C wieder automatisch.

Bratenthermometer

Es gibt Kerntemperaturfühler, mit Hilfe derer du die Kerntemperatur im Braten messen kannst. Das Bratenthermometer sieht aus wie in Spies und wird von der Seite tief in die Mitte des Fleichstückes eingeführt.

Ein Bratenthermometer misst die Kerntemperatur des Fleischstücks und sorgt somit für den perfekten Garpunkt.

Das Thermometer wird über eine Einsteckbuchse im Innenraum des Backofens mit der elektronischen Temperaturregelung verbunden. In der Spitze des Bratenthermometers befindet sich ein Heißleiter, der die Kerntemperatur mit der voreingestellten Temperatur vergleicht.

Wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist, macht sich der Backofen durch ein Signal bemerkbar und schaltet sich ab. Die gewünschte Kerntemperatur zwischen 30 und 99° C und die Beheizungsart kannst du vorab einstellen.

Mehrpunkttemperaturfühler haben mehrere Messpunkte und können so ein noch besseres Ergebnis gewährleisten.

Drehspieß

Wolltest du schon immer mal ein Brathähnchen oder einen leckeren Spießbraten selbst machen? Dann solltest du dir vielleicht einen Backofen mit Drehspieß zulegen. Mit einem Drehspieß kannst du lecker Geflügel- und andere Fleischgerichte zubereiten.

Ein Backofen mit Drehspieß ermöglicht es dir Gerichte, wie Brathähnchen oder Spießbraten selbst zuzubereiten und das Fleisch von allen Seiten gleichmäßig zu braten.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du einen Drehspieß benötigst, solltest du dir überlegen, wie oft du ihn verwendet würdest. Schließlich kosten Backöfen mit Extrafunktionen auch mehr.

Einen Backofen mit Drehspieß bekommst du ab ca. 500 €. Um den perfekten Garpunkt zu erreichen, kannst du außerdem ein Bratenthermometer mit dem Drehspieß verbinden.

Durch moderne Reinigungssysteme musst du auch bei Drehspießen keine Angst vor einem verschmutzten Backofen haben. Auch die Backbleche lasse sich durch ihre Beschichtung ganz einfach auswischen.

Beheizungsarten

Um dir das Kochen und Backen zu erleichtern verfügen Backöfen über verschiedene Beheizungsarten. Zu den Standardbeheizungsarten zählen Umluft, Heißluft, sowie Ober- und Unterhitze.

Zusätzlich gibt es noch Sonderfunktionen, die manche Backöfen ebenfalls besitzen, wie beispielsweise eine Grill- oder Pizzafunktion. Auch eine Schnellaufheizung oder eine Auftaufunktion können besonders hilfreich sein, wenn es schnell gehen muss.

Ober- und Unterhitze

Die Ober- und Unterhitze gehört zu den Grundfunktionen eines jeden Backofens. Dabei werden Heizspiralen am Boden und an der Decke des Innenraums beheizt und sorgen somit für eine gleichmäßige Wärmeverteilung. Das Beheizen mittels Ober- und Unterhitze funktioniert allerdings nur auf einer Ebene und nicht mit mehreren Backblechen gleichzeitig.

Umluft/Heißluft

Die Umluft und die Heißluft Funktion ist vor allem für das Backen oder Garen auf mehr als einer Ebene nützlich. Bei dem Beheizen mit Umluft wird zusätzlich zur Ober- und Unterhitze ein Ventilator aktiviert, welcher die Wärme gleichmäßiger verteilt. Die Heißluft Funktion funktioniert nach dem selben Prinzip nur wir die Hitze hier der Ventilator beheizt und die heiße Luft anschließend verteilt.

Grillfunktion

Die modernen Backöfen haben alle eine Grillfunktion. Mit der Grillfunktion kannst du aber nicht nur lecker Aufläufe von oben bräunen, sondern auch richtig grillen.

Beim Backofen wird von oben gegrillt. Die Heizspirale an der Decke des Backofens erhitzt sich so stark, dass sie den ganzen Backofen aufheizt. Die Grillfunktion funktioniert quasi wie das normale Grillen, nur verkehrt herum.

gegrilltes Fleisch

Ein Backofen eignet sich nicht nur für das Backen und Braten diverser Gerichte, sondern kann mithilfe einer Grillfunktion auch deinem Grill Konkurrenz machen. Diese Funktion eignet sich besonders gut, wenn du auch im Winter nicht auf dein Grillgut verzichten möchtest.  (Bildquelle: pixabay.com / Bru-nO)

Stellst du den Backofen auf die Grillfunktion, kannst du bereits nach 10 Minuten mit dem Grillen beginnen. Lege dafür das Grillgut am besten auf eine Rost und stelle eine Fettpfanne darunter, um das überschüssige Fett direkt aufzufangen. Gemüse solltest du vorher mit etwas Öl einreiben.

Bei größeren Fleischstücken solltest du den Ventilator dazuschalten. Durch das sogenannte Umluftgrillen wird die Luft im Backofen besser verteilt.

Pizzafunktion

Die Pizzafunktion eines Backofens sorgt für das Beheizen des Ofeninnenraums durch Unterhitze und Umluft gleichzeitig. Durch die strake Unterhitze wird Feuchtigkeit entzogen und der Pizzaboden wird knusprig gebacken.

Dank der fehlenden Oberhitze wird der Belag nicht der direkten Wärmestrahlung ausgesetzt und die Umluftbeheizung sorgt dafür, dass der Belag der Pizza saftig bleibt. Mit einem Backofen mit Pizzafunktion gelingen Pizzen deutlich besser, daher ist die Funktion vor allem empfehlenswert, wenn du Wert auf das richtige Backen deiner Pizza legst.

Schnellaufheizung

Durch die Schnellaufheizung kannst du den Backofen innerhalb von 5 Minuten auf bis zu 200° C bringen. Das erspart dir lange Wartezeiten, bis der Ofen die gewünschte Temperatur erreicht hat. Im Stromverbrauch unterscheiden sich das Vorheizen und das Schnellheizen kaum.

Auftauen

Beim Auftauen wird mit minimaler Wärmezufuhr und dem Ventilator sichergestellt, dass Lebensmittel schonend aufgetaut werden. Mit leicht erhöhter Raumtemperatur wird der Innenraum erwärmt und die Lebensmittel somit nicht zu schnell aufgetaut.

Dampfgarfunktion

Neben einem Beheizungssystem, sind manche Backöfen auch mit einem integrierten Dampfgarsystem ausgestattet. Backöfen mit Dampfgarysytemen benötigen einen Wasseranschluss oder haben einen Wassertank zu Wasserversorgung.

Der Dampf kann je nach Gerät im Garraum oder außerhalb des Garraums erzeugt werden. Mit dem Gerät kannst du entweder nur Dünsten oder die Dampfgarfunktion wird in Kombination mit anderen Heizarten verwendet. Diese Funktionen heißen je nach Hersteller anders, beispielsweise Heißluft plus, Heißluft feucht oder Garen mit Dampfunterstützung.

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Wusstest du, dass eine Dampfgarfunktion es dir ermöglicht, Speisen möglichst schonend und gesund zuzubereiten?

Durch das schonende Garren mithilfe von Wasserdampf trocknen Speisen beim Dampfgarren nicht so schnell aus, behalten ihren ursprünglichen Geschmack und ihre Farbe. Diese schonende Art der Zubereitung sorgt dafür, dass wichtige Inhaltsstoffe und Nährwerte erhalten bleiben.

Um ein optimales Ergebnis beim Backen oder Braten zu bekommen, kannst du auf die Dampfzusatzfunktion zurückgreifen. Durch diese Funktion kannst du zusätzlich Feuchtigkeit in den Garraum bringen.

Mit der Zusatzfunktion ist jedoch kein reines Dampfgaren möglich. Die Wasserversorgung erfolgt auch hier durch einen Wassertank. Der Wasserdampf wird entweder im Garraum oder außerhalb erzeugt.

Stand-by-Modus

Einige Geräte habe auch ein Stand-by-Modus. Bei dem zum einem die Displayanzeige nach ca. 30 Sekunden erlischt und durch die Bedienung eines Knopfs wieder eingeschaltet werden kann. Zum anderen geht das Licht im Backofen bei einer offen stehenden Tür nach ca. 10 Minuten aus.

Energieeffizienz und Energieverbrauch

Da der Backofen zu den Haushaltsgeräten zählt, die am meisten Strom verbrauchen, ist es beim Kauf besonders wichtig auf die Energieeffizienz und den Stromverbrauch des Backofens zu achten.

Die Beurteilung der Energieeffizienz erfolgt mit Hilfe einer Skala der Energieeffizienzklassen, welche von A+++ bis D reicht. Hierbei stellt A+++ den besten Wert dar, wohingegen D den Schlechtesten repräsentiert. Die meisten Backöfen gehören der Kategorie A an.

 

Du kannst Energie sparen indem du dich für einen Backofen mit geringem Energieverbrauch entscheidest, auf die Selbstreinigungsfunktion verzichtest oder einen Ofen mit dreifach verglasten Türen wählst, da diese stärker isoliert sind und somit weniger Wärme verloren geht.

Lärmentwicklung

Durch den Ventilator und die eingebauten Lüfter kann es, je nach Heizart und Backvorgang, zu Lärm kommen. Besonders bei der Umluft- und der Heißluftfunktion ist das der Fall. Die Geräuschemissionen wird von den meisten Herstellern angegeben.

Auch nach Ende der Benutzung kann der Lüfter noch einige Minuten weiterlaufen, damit sich der Ofen wieder abkühlen kann.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Backofen

Wie reinige ich einen Backofen am besten?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die dich bei der Reinigung des Backofens unterstützen können.
Manche Backöfen verfügen über Einweichprogramme. Durch ein integriertes Dampfgarsystem, kann der Schmutz gelöst und leichter entfernt werden.

Ebenfalls gibt es spezielle Backofensprays, die du bei ca. 80°C Innenraumtemperatur in den Ofen sprühen kannst. Dadurch erzielst du eine bessere Wirkung des Sprays.

Einige Backöfen haben integrierte Reinigungsfunktionen. Unterschieden wird dabei zwischen der Pyrolyse-Selbstreinigungsfunktion und der Katalyse-Reinigungshilfe.

Bei einer Katalyse-Reinigungshilfe geschieht ein chemischer Umwandlungsprozess. Dafür ist eine spezielle Oberflächenbeschichtung notwendig. Die Katalyse-Reinigungshilfe verbirgt sich bei Herstellern meist unter den Namen “EcoClean” oder “selbstreinigendes Katalyseemail”.

Es gibt Backöfen, wo nur die Rückwand mit katalytisch beschichteter Emaille verkleidet sind, aber auch Öfen mit einer Vollverkleidung. Die katalytisch beschichtete Emaille sorgt dafür, dass Fettverschmutzungen zersetzt werden.

Für Backöfen, die eine solche Reinigung nicht von vornherein als Funktion haben, gibt es Katalyse-Zubehör zum Nachrüsten.

Die Katalyse-Beschichtungen sind aus Keramik und haben große Poren, wodurch das Fett aufgenommen werden kann. Metalloxide in der Oberfläche können in Verbindung mit Sauerstoff und Hitze das Fett zum Oxidieren bringen. Das Fett wird in Wasser und Kohlendioxid umgewandelt. Die bestmögliche Reinigung erfolgt bei ca. 200°C.

Wie wird ein Backofen eingebaut und angeschlossen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wo du deinen Backofen platzieren kannst. Die meisten Backöfen werden direkt unter dem Kochfeld eingebaut, andere auch unter einer Arbeitsplatte in einem Unterschrank. Moderne Küchen haben die Backöfen auch manchmal in einem Küchenhochschrank, damit ist eine ergonomische, komfortable Bedienung möglich.

Egal für welche Position du dich entscheidest, am besten ist es, wenn du dir deinen Backofen vom Fachmann einbauen lässt. Falsch angeschlossene Backöfen stellen eine Gefahrenquelle für Brände oder Kurzschlüsse dar. Bei unsachgemäßer Montage erlischt im Schadensfall die Herstellergarantie und auch die Versicherung muss nicht greifen.

Hast du schon Erfahrungen im Einbauen von Backöfen, solltest du dennoch die Anleitung des Herstellers sowie Sicherheitsmaßnahmen befolgen.

In der Regel gilt:

  1. Schalte die Sicherung aus
  2. Überprüfe, ob alle Kabel spannungsfrei sind
  3. Schließe die Aderfarben an der Rückseite an: 3 Klemmen für Phasen (Braun, Schwarz, Grau), 2 Klemmen für Neutralleiter (Blau), 1 Klemme für Schutzleiter (Gelb oder Grün)
  4. Schneide das Kabel so zu, dass du den Backofen noch aus dem Einbauregal ziehen kannst
  5. An der Anschlussdose solltest du zuerst den Schutzleiter, dann die Neutralleiter und die Phasen anschließen
  6. Stabilisiere das Anschlusskabel am besten mit einem Kabelhalter
  7. Brauchst du nicht alle Adern, klebe die restlichen immer mit Isolierband ab

Was nützt ein Backofen auf Augenhöhe und lohnt sich das Geld?

 Ein Backofen auf Augenhöhe erleichtert das Herausnehmen schwerer Speisen aus dem Backofen.

In modernen Küchen werden Backofen gerne in Hochschränken eingebaut. Es sieht nicht nur schick aus, sondern hat auch ergonomische Vorteile.

Ein Backofen auf Augenhöhe ist besonders für ältere Personen eine gute Anschaffung. Durch die Höhe lässt sich der Ofen leichter und angenehmer bedienen.

Um eine bestmöglichste ergonomische Bedienung zu gewährleisten, ist es wichtig, dass die Arbeitshöhe der Körpergröße angepasst wird. Die obere Kante des Backofens sollte auf der Höhe der Schultern sein.

Wie kann Brot am besten im eigenen Ofen gebacken werden?

Brot selbst zu backen hat vor allem den Vorteil, dass du die Zutaten nach Belieben wählen kannst. Entscheidend für das gelingen deines eigenen Brotes ist neben dem Rezept auch die richtige Backdauer und Backtemperatur. Brotteigrezepte findest du in fast allen Kochbüchern und im Internet.

Brot wird zumeist zwischen Temperaturen von 150-200° Celsius und am besten in einer Brotbackform, welche den Teig in der gewünschten Form hält, gebacken. Um die Kruste deines Brotes besonders knusprig zu backen, kannst du während des Aufheizens eine Schüssel Wasser in den Ofen stellen oder die Dampfgarrfunktion deines Backofens aktivieren.

In der Regel benötigt ein Brot etwa 50-60 Minuten. Du weißt dass dein Brot fertig gebacken ist, wenn ein hohles Geräusch beim Klopfen auf die Unterseite zu hören ist. Ansonsten solltest du es noch einige Minuten im Backrohr verweilen lassen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] Lorenz-Ladener C.: Holzbacköfen im Garten, Bauanleitungen für Lehm- und Steinöfen. Ökobuch-Verlag, Staufen, 2011.

[2] https://www.hea.de/fachwissen/herde-backoefen/elektroherde-aufbau-und-funktion

[3] http://www.ekitchen.de/kuechengeraete/backofen/ratgeber/pyrolyse-backofen-42911.html

[4] https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/sites/default/files/migration_files/media232292A.pdf

[5] https://www.kuechen-atlas.de/kuechenplanung/backoefen-und-herde/

[6] https://www.bewusst-haushalten.at/fakten/kochen-backen/wissenswertes-uber-backofen/

Bildquelle: unplash.com / Daniel Jędzura

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