Glutenunverträglichkeit ist nicht zu unterschätzen. Sie kann jede Person in beliebigem Alter treffen und ernsthafte körperliche Probleme mit sich bringen. Die einzig sinnvolle Lösung ist in den meisten Fällen nur eine Ernährungsumstellung.

Glutenintolerante Menschen wollen nicht nur Hauptmahlzeiten zu sich nehmen. Wie normale Menschen wollen sie ebenfalls den Genuß von süßen Speisen für sich beanspruchen. Viele fertige Produkte wie Kuchen, Kekse oder Torten werden allerdings oft mit inkludiertem Gluten verkauft.

Um dem entgegenzuwirken, haben wir den nachfolgenden Artikel für dich vorbereitet. Mithilfe einiger Informationen zum Thema Gluten und aufregenden Tipps zum Backen, kannst du dir deine glutenfreien Süßspeisen ganz einfach selbst zubereiten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim glutenfreien Backen werden andere Lebensmittel als Bindungsmittel verwendet.
  • Sowohl süße als auch deftige Speisen können glutenfrei gebacken werden.
  • Auch in Kombination mit Ernährungsphilosophien kann glutenfrei gebacken werden.

Definition: Was versteht man unter glutenfreiem Backen?

Glutenfreies Backen beschreibt Backvorgänge, bei denen auf glutenhaltige Lebensmittel verzichtet werden.

Aufgrund der Tatsache, dass in vielen gängigen Lebensmittel wie Roggen, Weizen Gluten enthalten sind, kann die Suche nach passenden Alternativen oft einen hohen Zeitaufwand darstellen.

Glutenfreie Ernährung ist heutzutage kaum ein Hindernis mehr. Eine Vielzahl an Produkten, Diäten sowie eigenen Supermärkten bieten glutenintoleranten Menschen eine Vielzahl von Möglichkeiten. (Bildquelle: pixabay.com / kamila211)

Der Hauptgrund, warum Menschen glutenfrei backen, liegt in der Unverträglichkeit des Eiweiß Gluten.

Solltest du jedoch zu jenen Menschen gehören, die nicht an einer Glutenunverträglichkeit leiden, wirst du durch diese Art der Ernährung keine speziellen Vorteile erhalten.

Hintergründe: Was du über das glutenfreie Backen wissen solltest

Bevor du mit dem glutenfreien Backen loslegst, solltest du über die wesentlichen Informationen rund um das Thema Bescheid wissen.

In den nachfolgenden Absätzen werden diese für dich bereit gestellt.

Was ist Gluten?

Gluten beschreibt ein Gemisch aus verschiedenen Proteinen, welches in diversen Lebensmitteln zu finden ist.

Die auch als Klebereiweiß beschriebene Substanz ist vor allem in einer Vielzahl von Getreidesorten zu finden. Es fungiert als Speicherprotein für die Pflanze und hilft ihr beim Wachstum.

Den Beinamen Klebereiweiß besitzt Gluten aufgrund seiner Funktionenen.

Aufgrund der Stabilisierungsfähigkeit bzw. der Fähigkeit Wasser zu binden, wird Gluten besonders bei Backvorgängen als „Kleber“, sprich Verbindungselement, genutzt.

Gluten besteht hauptsächlich aus zwei Proteingruppen:

Proteingruppe Beschreibung
Prolamine Hauptverantwortlich für die Bindefunktion, enthalten nur wenige Aminosäuren, biologische Wertigkeit gering
Gluteline Reserveproteine, Aminosäuren im Überfluss vorhanden, sorgen sie vor allem für die Festigkeit des Teiges

Worin ist Gluten enthalten?

Wie bereits zuvor kurz angesprochen, findest du Gluten in vielen Getreidesorten. Die gängigsten Getreidesorten wie etwa Dinkel, Roggen, Weizen, Gerste und Hafer sind glutenhaltig.

Dies bedeutet, dass in weiterer Folge auch alle daraus erstellten Speisen und Produkte ebenfalls Gluten enthalten.

Daraus resultierend wirst du Gluten in vielen alltäglichen Speisen wiederfinden. Sowohl Nudeln, Pizza aber auch Snacks wie Knabbergebäck, Kekse und Chips beinhalten das Proteingemisch.

Darüber hinaus gibt es jedoch auch eine Vielzahl von Lebensmittel, die ohne Gluten auskommen. Diese wirst aber jedoch hauptsächlich in unverarbeiteten Zustand vorfinden.

Glutenfreie Lebensmittel: Diese Lebensmittel enthalten kein Gluten

Welche Schäden kann Gluten verursachen?

Gluten ist im Allgemeinen keine ungesunde Substanz. Solltest du jedoch an einer Unverträglichkeit leiden, können verschiedenste unangenehme Folgen daraus resultieren.

Die Glutenintoleranz kann unerwartet und in jedem Alter auftreten. Falls du dich jedoch glutenfrei ernährst, kann die Intoleranz auch nur eine vorübergehende Erscheinung sein.

Symtome der Glutenunverträglichkeit sind vielseitig und können sich abhängig von individuellen Gegebenheiten unterschiedlich äußern. Hierbei kann wie folgt unterschieden werden:

  • Körperliche Symptome: Bauchschmerzen, Muskelkrämpfe, Gelenkschmerzen, gerötete Zunge
  • Gemütszustände: Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Kreislaufprobleme

Ein in Zusammenhang mit Glutenunverträglichkeit ebenfalls häufig auftretendes Phänomen ist die sogenannte Zöliakie.

Hierbei handelt es sich um eine chronische Darmerkrankung, welche eine Entzündung der Darmschleimhaut mit sich bringt.

Zöliakie und Glutenunverträglichkeit: Ursachen & Auswirkungen

Solltest du an Zöliakie erkranken, wirst du die Krankheit höchstwahrscheinlich für den Rest deines Lebens mit dir führen. Mithilfe einer ausgewogenen, glutenfreien Ernährung kannst du Darmbeschwerden jedoch entgegenwirken.

Welche glutenfreie Lebensmittel gibt es?

Mehlsorten

Heutzutage kannst du aus einer Vielzahl von glutenfreien Mehl-Alternativen schöpfen.

Neben spezifischen Supermärkten solltest du auch im Lebensmittelgroßhandel auf eine breite Auswahl zurückgreifen können. Um glutenfrei Backen zu können, ist eine Mehlmischung die wichtigste Basis.

Das optimale Verhältnis für eine Allzweckmischung liegt in der Verbindung aus zwei glutenfreien Mehlen und einer glutenfreien Stärke. Diese Mischungen kannst du in der Regel sehr einfach selbst herstellen.

Grundsätzlich bieten sich dir bei Auswahl von glutenfreien Mehlen auch diverse Untergruppen an.

Somit kannst du, je nach deinen Vorlieben beim Backen, auch auf Alternativen zu Vollkornmehlen zurückgreifen.

Mehltyp Beispiele
Glutenfreie Vollkornmehle Amaranth-Mehl, Chia-Mehl, Buchweizen-Mehl
Glutenfreie Nussmehle Kokos-Mehl, Mandel-Mehl, Walnuss-Mehl
Glutenfreie Bohnenmehle Kichererbsen-Mehl, Sojamehl, Bohnenmehlgemisch
Glutenfreie Weiße Mehle Reis-Mehl, Süßkartoffel-Mehl, Kleibreis-Mehl

Getreide

Gängige Getreidesorten wie Roggen und Weizen sind, wie bereits erwähnt, glutenhaltig. Allerdings kannst du auch bei den Mehlen auf glutenfreie Alternativen zurückgreifen.

Aufgrund des fehlenden Gluten und deren Verbindungseigenschaften, sind die Voraussetzung fürs Backen etwas schlechter. Dies kannst du jedoch mit anderen Verbindungsmitteln wieder ausgleichen.

Falls du nun nach glutenfreiem Getreide suchst, wirst du in der Regel beim sogenannten Pseudogetreide fündig.

Diese gehören nicht zur Pflanzenfamilie der echten Getreidearten, werden aber in ihrer Funktion ähnlich genutzt.

Beispiele, auf die du zurückgreifen kannst sind beispielsweise Amarant, Buchweizen oder Quinoa.

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Stärken

Wie bereits zuvor angesprochen, ist die passende Stärke essentiell für deine glutenfreie Backmischung.

Die Auswahl im Vergleich zu den Mehlsorten ist zwar etwas geringer, jedoch solltest du auch hier passend zu deinem Vorhaben fündig werden.

Besonders Stärke aus Mais ist sehr beliebt. Du kannst sie nicht nur zum glutenfreien Backen einsetzen, sondern auch bei der Zubereitung von Hauptspeisen.

Weitere mögliche Stärken die du zum glutenfreien Backen verwenden kannst, wären

  • Kartoffelstärke
  • Tapiokastärke
  • Marantastärke

Obst

Wenn du Obst für deine Backvorgänge benötigen solltest, musst du dir hierbei deutlich weniger den Kopf zerbrechen.

Obst ist im unverarbeiteten Zustand generell glutenfrei. Auch Tiefkühlobst ist in der Regel unbedenklich.

Falls du in der Zukunft auch vorhaben solltest glutenfrei zu kochen, gelten die selben Grundsätze für Gemüse.

Grundsätzlich kannst du auch auf Obstkonserven zurückgreifen, in denen zusätzlich noch Wasser und Glukosesirup enthalten sind. Vor dem Kauf solltest du jedoch genau prüfen, ob Aroma- oder Konservierungsstoffe hinzugefügt wurden. Diese können unter Umständen Gluten enthalten. (Bildquelle: pixabay.com / CSU-Extension)

Bindemittel

Bindemittel benötigst du beim glutenfreien Backen, damit der Teig richtig aufgehen kann.

Wie bereits zuvor angesprochen, kann Stärke ein besonders gutes Bindemittel darstellen. Jedoch kannst du hier, je nach Bedarf, auch Alternativen wählen.

  • Gelatine: Gelatine ist insbesondere beim Backen ein guter Ansatz zur Teigbindung. Dadurch kann dein Teig elastischer und dehnbarer gemacht werden. Speziell bei Kuchen und Muffins kann sich dies als Vorteil erweisen.
  • Agar Agar: Dieses Bindemittel ist die geschmacksneutrale Alternative zur Gelatine. Es besteht aus Algen und Seetang und ist somit auch vegan. Dieses Bindemittel eignet sich besonders gut, wenn du Brot oder Gebäck backen möchtest.
  • Pektin: Das Bindemittel Pektin wird aus Früchten gewonnen. Egal ob du Brot oder Kuchen bäckst, erhält deine Backware eine gute Struktur. Pektin absorbiert Feuchtigkeit und verhindert das Austrocknen der Backwaren.

Gibt es glutenfreie Schokolade?

Falls du unter einer Glutenunverträglichkeit leidest und dennoch nicht auf Schokolade verzichten möchtest, musst du dir diesbezüglich keine Sorgen machen.

Neben Unternehmen, die sich auf Nischen wie etwa Bio-Schokolade spezialisiert haben, versuchen auch immer mehr größere Schokoladenhersteller glutenintolerante Menschen mit ihren Produkten anzusprechen.

Grundsätzlich kannst du glutenfreie Schokolade problemlos an der Verpackung erkennen. Häufig werden sie mit einem Siegel versehen, welches Glutenfreiheit garantiert.

Im Zweifelsfall solltest du zumindest im Lebensmittelregister des Produktes Aufklärung darüber finden, ob Gluten enthalten ist.

Was sollte ich während des glutenfreien Backens besonders beachten?

Neben der Auswahl der richtigen Lebensmittel musst du beim glutenfreien Backen auch auf allgemeinere Dinge besonders viel Wert legen.

Sowohl in Bezug auf deine Küche, als auch den Backvorgang an sich gibt es wichtige Voraussetzungen, die du erfüllen solltest.

Tipps für die Küche

  • Bevor du anfängst zu backen, solltest du deine Arbeitsfläche gründlich reinigen. So kannst du eine Kontamination mit Gluten verhindern.
  • Lese die Rezept aufmerksam durch und bereite alle benötigten Arbeitsgeräte sowie Lebensmittel in den benötigten Mengenangaben vor.
  • Folge den Mengenangaben – insbesondere in Bezug auf Mehl – sehr genau. Glutenfreies Mehl hat andere Eigenschaften als normales Mehl und benötigt eine größere Menge.

Glutenfreie Ernährung: Alle wichtigen Fragen und Antworten

Tipps für das glutenfreie Backen

  • Glutenfreier Teig benötigt mehr Flüssigkeit als ein herkömmlicher Teig. Berücksichtige dies bei deinem Backvorgang.
  • Stelle sicher, dass die verwendeten Zutaten Raumtemperatur haben.
  • Reibe deine Hände vor dem Backen in Mehl oder fette sie ein. Glutenfreier Teig klebt stärker an den Händen als ein herkömmlicher Teig.
  • Lass die Ofentür in den ersten 15 Minuten geschlossen.
  • Zum Keksebacken eignet sich ein Umluftofen sehr gut. Solltest du ein Brot backen, ist ein anderer Ofen deutlich sinnvoller.

Kann ich ohne bestimmte Zutaten trotzdem glutenfrei backen?

Glutenfrei Backen ohne Zucker

Wenn du beim glutenfreien Backen auf Zucker verzichten möchtest, gibt es hierfür eine Menge an köstlicher Rezepte.

Geschmackstechnisch musst du den Zucker jedoch durch andere Zutaten ersetzen.

Backen ohne Zucker – Welche Alternativen gibt es?

Um zucker- und glutenfrei Backen zu können, kannst du einige Produkte verwenden, die deiner Backware trotzdem die nötige Süße verleihen.

Hierfür eignen sich beispielsweise Honig, Ahornsirup oder auch Agavendicksaft.

Wenn du zusätzlich auch keine Kalorien und Fructose aufnehmen möchtest, ist Stevia der wohl beste Ansatz.

Glutenfrei Backen ohne Eier

Glutenfrei Backen ist zwar ohne Eier möglich, allerdings nur in begrenztem Rahmen. Sollten Eier eine Hauptzutat deines Rezeptes sein, ist dies ein sehr schwieriges Vorhaben.

Falls du jedoch beispielsweise nur ein Ei benötigst, kannst du problemlos Alternativen ausprobieren.

Wenn du süß bäckst, kannst du beispielsweise eine Banane als Ei-Ersatz verwenden. Verwende allerdings nur eine halbe Banane, wenn sich das Aroma nicht allzu stark ausbreiten soll.

Bei süßeren Speisen kannst du unter Umständen auch ein glutenfreies Backpulver verwenden.

Beim Backen von Brot kannst du auch eine Avocado als Ei-Ersatz verwenden. Hierbei kannst du ebenso Leinsamen verwenden.

Die Körner kannst du entweder selbst mahlen oder gemahlen kaufen.

Glutenfrei Backen ohne Milchprodukte

Glutenfreies Backen ohne Milchprodukte könnte für dich aufgrund von Allergien oder auch von ernährungstechnischen Philosophien interessant sein.

Auch in diesem Fall gibt es einige Rezepte, die du ohne den Einsatz von Milchprodukten durchführen kannst.

Falls du Sahne oder Quark verwendest, sind diese Produkte auf Sojabasis die wohl beste Alternative.

Abhänig vom jeweiligen Rezept kann auch Tofu einen guten Ersatz für Milchprodukte darstellen.

Glutenfrei Backen ohne Stärke

Glutenfrei Backen kannst du ebenfalls auch ohne den Zusatz von Stärke. Hierfür kannst du einfach zusätzliches Mehl verwenden.

Der Geschmack wird zwar nicht beeinflusst, jedoch wird dein Teig deutlich weniger fluffig.

Falls es zu deinem Rezept passt, kann Puddingpulver ebenfalls eine guter Ersatz für Stärke sein. Weitere Möglichkeiten zum Ersatz von Stärke sind beispielsweise:

  • Guarkermehl
  • Kartoffelmehl
  • Reismehl

Glutenfrei Backen: 5 spannende Rezepte zum selber machen

Falls du nun genug Informationen zum Thema Gluten und glutenfreies Backen gesammelt hast, steht dem Backvorgang eigentlich nichts mehr im Wege.

Im Anschluss kannst du deine Backkünste anhand von fünf ausgewählten Rezepten selbst testen.

Glutenfreies Brot

Dieses glutenfreie Brot eignet sich besonders gut für Anfänger. Die Zubereitung ist nicht schwierig und wird auch nicht viel deiner Zeit in Anspruch nehmen.

Für die Herstellung benötigst du folgende Zutaten:

  • 250g dunkles Mehl
  • 150g helles Mehl
  • 100g Buchweizenmehl
  • 1 Hefewürfel
  • 1,5 Teelöffel Salz
  • 450 ml Wasser
  • 1,5 Esslöffel Chiasamen
  • 2 Teelöffel Apfelessig

Hast du alle Zutaten besorgt, musst du wie folgt vorgehen:

  1. Löse die Hefe in warmen Wasser auf.
  2. Vermische anschließend alle drei Mehle mit Salz, Chiasamen, Essig und der Hefemischung. Mache dies solange, bis kein Mehl mehr sichtbar ist.
  3. Decke die verwendete Schüssel ab und lasse sie mindestens 12 Stunden im Kühlschrank stehen.
  4. Nimm das Gemisch 2-3 Stunden vor dem Backen aus dem Kühlschrank, lege es in eine Backform und stelle es an einen warmen Ort.
  5. Backe den Teig im nicht vorgeheizten Backofen bei etwa 200° C für etwa eine Stunde. Nimm das Brot anschließend aus der Form und lass es etwa 15 Minuten nachbacken.

Glutenfreie Muffins

Bei diesem Rezept handelt es sich um glutenfreie Schokolade-Muffins.

Für dieses Rezept sollte Zubereitung sowie Backzeit nicht länger als etwa 30 Minuten dauern. Folgende Zutaten benötigst du für dieses Rezept:

  • 100g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml Öl
  • 100 ml Pflanzenmilch
  • 150g Haselnüsse
  • 80g Speisestärke
  • 20g Kakao
  • 20g Kakaopulver
  • 2 Messerspitzen Weinsteinbackpulver
  • 100g zartbittere Schokotröpfchen

Hast du alle Zutaten besorgt, gehst du folgendermaßen vor:

  1. Heize deinen Backofen auf 180° C vor und lege die Papierformen in das Muffinblech.
  2. Rühre anschließend die Eier mit dem Zucker und dem Salz schaumig. Füge anschließend das Öl und die Milch hinzu.
  3. Rühre anschließend Nüsse, Kakao und Kakaopulver sowie Stärke und Backpulver in einer separaten Schüssel an. Füge nun die flüssigen Zutaten hinzu und vermische das Ganze.
  4. Füge anschließend noch die Schokotröpfchen hinzu. Gib den Teig danach in die Formen und lass das Ganze für 20 Minuten backen.

Glutenfreie Kekse

Diese glutenfreien Kekse eignen sich besonders gut als Frühstück bzw. Start in den Tag. Alles in allem solltest du nicht länger als eine Stunde brauchen.

Folgende Zutaten werden benötigt:

  • 100g Butter
  • 2 Eier
  • 120g Zucker
  • 200g Mehl
  • 15g Leinsamen
  • 15g Sesam
  • 30g Sonnenblumenkerne
  • 80g getrocknete Cranberries
  • 1 Teelöffel Zitronensaft

Sobald die Zutaten bereit sind, funktioniert das Backen wie folgt:

  1. Verrühre die Butter mit dem Zucker und den Eiern.
  2. Führe anschließend Mehl, Sesam, Leinsamen sowie Cranberries und Sonnenblumenkerne in die Schüssel hinzu und verknete alles.
  3. Überstreue das Gemisch danach leicht mit zusätzlichem Mehl.
  4. Bemehle deine Hände und forme aus dem Gemisch eine Rolle. Schneide sie in Scheiben und lege diese auf ein Backblech.
  5. Heize den Backofen auf etwa 160°C und lasse die Kekse etwa 20 Minuten im Rohr.
  6. Verrühre anschließende den Puderzucker mit dem Zitronensaft. Rühre das Ganze mit einer Gabel gut durch und streiche es anschließend auf die ausgekühlten Kekse.

Glutenfreier Topfenkuchen

Das Rezept für diesen Topfenkuchen ist zwar nicht schwer, jedoch wird der Vorgang etwas mehr Zeit benötigen.

Folgende Zutaten musst du für die Zubereitung besorgen:

  • 250g Butter
  • 250g Zucker
  • 3 Eier
  • 1 Packung Vanillezucker
  • 2 Packungen Vanillepuddingpulver
  • 1 Packung Backpulver
  • 1 kg Topfen
  • 1 Zitrone
  • 250g Mascarpone

Für die Kuchenform benötigst du

  • 1 Esslöffel Butter
  • 2 Esslöffel Mehl

Hast du alle Zutaten besorgt, bäckst du den Topfenkuchen wie folgt:

  1. Heize deinen Backofen mit etwa 170°C vor.
  2. Nimm die Butter aus dem Kühlschrank und streiche damit die Backform ein. Führe anschließend auch Mehl hinzu.
  3. Rühre die Butter mit dem Zucker und den Eiern geschmeidig an und rühre anschließend den Vanillepudding unter.
  4. Presse die Zitrone aus. Rühre anschließend den Saft der Zitrone zusammen mit dem Topfen, dem Macapone und dem Vanillezucker ebenfalls unter.
  5. Führe den Teig in die Backform und lass ihn etwa eine Stunde goldbraun backen.

Glutenfreie Sacherschnitte

Die Glutenfreie Sacherschnitte eignet sich perfekt zum Backen. Dies liegt nicht nur darin, dass sie hervorragend schmeckt, sondern der Teig auch sehr leicht zubereitet werden kann.

Um den Teig dieser Süßspeise herzustellen benötigst du:

  • 150g Butter
  • 150g Puderzucker
  • 1 Portion Vanillezucker
  • 8 Eier
  • 150g Zartbitterschokolade
  • 25g Puderzucker
  • 150g helles glutenfreies Mehl
  • 1 Teelöffel Backpulver

Außerdem benötigst du für die Schokoladen- bzw. Aprikosenglasur

  • 125g Aprikosengelee
  • 75g Zucker
  • 4 Esslöffel Wasser
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 150g Zartbitterkuvertüre

Sobald du diese Zutaten bereitgestellt hast, gehst du wie folgt vor:

  1. Beginne den Teig herzustellen, indem du zunächst die Schokolade durch heißes Wasser schmelzen lässt.
  2. Rühre Puder- und Vanillezucker zusammen mit der Butter schäumig. Menge anschließend die Eigelbe und die geschmolzene Schokolade darunter.
  3. Schlage das Eiweiß hart und lass den Puderzucker dabei einrieseln.
  4. Gib nun das Gemisch aus Eiweiß und Puderzucker auf die schokoladige Schaummasse, verrühre die beiden Dinge jedoch noch nicht.
  5. Führe anschließend das gesiebte Mehl und das Backpulver dazu und verrühre nun alles vorsichtig mit dem Schneebesen.
  6. Heize deinen Backofen auf 170°C vor. Lege den Teig in die passende Backform und lass den Kuchen etwa 60-75 Minuten im Ofen.
  7. Lege für die Aprikosenglasur Zucker, Wasser und Zitronensaft in einen Topf und lass das Ganze aufkochen.
  8. Führe anschließend das Aprikosengelee hinzu und lass das Ganze einkochen. Überziehe den Kuchen mit der Glasur und lass ihn etwa 2 Stunden austrocknen.
  9. Schmelze zuletzt die Zartbitterkuvertüre im heißen Wasser und überziehe anschließend den Kuchen damit.

Trivia: Was du sonst noch über glutenfreies Backen wissen solltest

Falls du noch mehr an Rezepten zum Glutenfreien Backen bzw. an allgemeinen Informationen zu dem Thema interessiert bist, könnten die nachfolgenden Absätze wertvolle Tipps liefern.

Des Weiteren gibt auch Hilfestellung zum Thema glutenfrei Backen für Kinder.

Welche Bücher gibt es zum Thema glutenfreies Backen?

Das Buch „Glutenfrei genießen“ von Trudel Marquardt und Britta-Marei Lanzenberger bietet wertvolle Tipps und spannende Rezepte für Menschen, die an Zöliakie erkrankt sind.

Tipps gibt es unter Anderem zum Lebensmitteleinkauf, der Küche und der erfolgreichen Ernährungsumstellung.

Zufriedene Käufer loben insbesondere den guten Einstieg für Anfänger dieses Themas. Auch die Qualität der Rezepte kommt ebenfalls gut an.

In ihrem Buch „Glutenfrei Backen für Anfänger“ bietet Autorin Nora Schell einen überblicklichen Einstieg in die glutenfreie Backwelt.

Des Weiteren wird auch auf Gluten im Allgemeinen, inklusive der damit verbundenen Unverträglichkeit, genauer eingegangen.

Käufer des Buches loben die Vielzahl der Rezepte sowie deren verständliche Erklärungen. Viele würden es als Leitfaden zum glutenfreien Backen weiterempfehlen.

In dem Buch „Glutenfreie Rezepte – Rezepte geeignet für den Thermomix“ bietet Autorin Marion Möhrlein-Yilmaz eine Vielzahl Rezepte für glutenfreies Backen und Kochen.

Diese dienen als Ergänzung für die Nutzung der „Thermomix“-Küchenmaschinen.

Zufriendene Kunden sind von der Einfachheit der Rezepte und deren Beschreibung begeistert. Auch die Vielfältigkeit der Rezepte wird positiv bewertet.

Welche glutenfreien Backrezepte eignen sich am Besten für Kinder?

Falls du vorhast für Kinder glutenfrei zu backen, kannst du auch hier auf eine große Anzahl an Rezepten zurückgreifen.

Die zuvor beschriebenen Rezepte können ebenfalls auch für glutenintolerante Kinder schmackhaft sein.

Wenn du nicht unbedingt auf Fructose verzichten möchtest, kannst du auch Früchte als Zuckerersatz verwenden. Hierfür eignen beispielsweise Bananen und süße Beeren besonders gut. (Bildquelle: pixabay.com / HeVoLi)

Da Kinder in den meisten Fällen besonders gerne naschen, bieten sich hierbei glutenfreies Backen besonders gut an.

Um von der Intoleranz abzulenken, solltest du kindliche Elemente in deine Backkreationen einfließen lassen. Folgende Beispiele würden sich besonders gut eignen:

  • Glutenfreie Kuchenlollis
  • Glutenfreie Kekse in Tier- oder Sternenform
  • Glutenfreie Regenbogentorten

Fazit

Gluten ist weder gesund noch ungesund. Einzig im Falle einer Unverträglichkeit bieten dir glutenfreie Speisen einen Vorteil.

Falls dies auf dich zutrifft, solltest du das Thema ernst nehmen; die Symptome der Glutenunverträglich können langanhaltende Krankheitsbilder mit sich bringen.

Glutenfrei Backen ist heutzutage weder unmöglich noch an Variationen eingeschränkt. So ziemlich jede glutenhaltige Zutat kannst du passend ersetzen.

Außerdem stellen die Inkludierung weiterer Lebensmittelunverträglichkeiten ebenfalls kein Problem dar. Auch im Falle einer speziellen Ernährungsphilosophie wie Veganismus, kannst du glutenfreies Backen problemlos damit verbinden.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.brigitte.de/rezepte/backen/glutenfrei-backen–tipps-alternativen-und-rezepte-11498170.html

[2] https://freiknuspern.de/meine-12-tipps-fuer-glutenfreies-backen/

[3] https://www.fitforfun.de/abnehmen/gesund-essen/glutenfrei-backen-so-gelingen-brot-und-co-282384.html

Bildquelle: 123rf.com / 117813984

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