Die meisten Menschen haben schon erlebt, wie hartnäckig einige Rückstände im Backofen sein können. Dadurch kostet das Ofen reinigen viel Zeit und Nerven. Oft reicht dann leider nicht mehr das Säubern mit dem Schwamm oder der Bürste.

Es gibt aber einige Hausmittel, die den Backofen wieder sauber bekommen sowie der Ofenreiniger kann die hartnäckigsten Rückstände entfernen. Außerdem gibt es ein paar Tipps, mit denen du deinen Ofen länger Schmutzfrei halten kannst.

Daher möchten wir dir in diesem Artikel zeigen, wie solch starke Verschmutzungen entstehen und welche Reinigungsmittel den Ofen wieder erstrahlen lassen. Dazu geben wir noch Tipps wie du Verunreinigungen verhindern kannst und zeigen dir welche Backöfen über eine Selbstreinigung verfügen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Willst du deinen Backofen lange sauber halten, solltest du diesen mit Backpapier oder Alufolie ausstatten und nach dem Gebrauch einmal auswischen.
  • Möchtest du den Backofen nicht mit chemischen Mitteln reinigen, findest du in diesem Beitrag viele verschiedene Varianten den Ofen mit Hausmitteln wieder auf Hochglanz zu bringen.
  • Falls du dir überlegst einen neuen Backofen anzuschaffen, es gibt einige, die mit Selbstreinigungsfunktionen ausgestattet sind. Diese vereinfachen den Putzaufwand um ein vielfaches.

Warum sollte ich den Ofen reinigen?

Das Reinigen des Ofens ist eine Sache der Hygiene und hat eigentlich keine gesundheitlichen Gründe. Denn Keime und Bakterien die sich im Backofen entwickeln, sterben bei einer Temperatur von 70 Grad Celsius immer ab.

Verwendest du den Ofen zum langzeitgaren bei niedrigeren Temperaturen, solltest du allerdings auf einen sauberen Ofen achten. Dann können sich keine ungesunden Bakterien auf deine Lebensmittel festsetzen.

Falls du im Backofen aber Teige, Aufbackwaren oder andere Lebensmittel backst, verwendest du deutlich höhere Temperaturen. Von daher brauchst du dir um deine Gesundheit keine Sorgen zu machen. Deswegen drücken die meisten Menschen sich auch gerne mal vor der lästigen Putzerei.

Muffins im Backofen

Teigwaren hinterlassen beim Aufbacken häufig ein paar Überbleibsel im Ofen (Quelle: unsplash.com / Taylor Grote)

Irgendwann sieht der Ofen allerdings nicht mehr appetitlich aus, wenn sich dort eingebrannte Stellen, Fettflecken und verkohlter Überreste immer weiter ansammeln. Dann ist es an der Zeit den Backofen mal gründlich zu reinigen.

Durch die Hitze im Ofen dehnen sich die Teige aus, die Saucen fangen an zu kochen und spritzen und verschmutzen das Innere des Ofens. Auch Beläge, wie die von Pizzen, können bei diesen Bedingungen auf den Backofenboden fallen.

Hintergründe: Was du über das Ofen reinigen wissen solltest

Viele von uns mussten ihn schonmal reinigen, den Backofen. Je nachdem wie lange der Schmutz sich schon eingebrannt hat, desto schwieriger wird die Säuberung sein. Deshalb steht in den folgenden Absätzen, worauf du beim Backofen achten solltest.

Was führt zur starken Verschmutzung des Backofens?

Der Ofen wird durch die Zubereitung von Braten, Teigwaren, Saucen und Aufbacken von Tiefkühlprodukten von allem möglichen Schmutz befallen. Fettflecken, Bratensaft, verspritzter Sauce und verkohlte Überbleibsel sind die häufigsten Verschmutzungen. Diese können sich fast überall im Ofen wiederfinden, das Meiste findest du wahrscheinlich auf dem Boden oder dem Backblech.

Die ersten Schmutzflecken sind für die meisten Menschen kein großer Störfaktor. Doch lässt man diese Verunreinigungen längere Zeit im Backofen und benutzt diese ganz normal weiter, brennen sich die Flecken auf der Oberfläche des Backofens oder Backblechs ein.

Dann wird es auf einmal schwierig den Ofen wieder wie früher erstrahlen zu lassen, aber nicht unmöglich. Die Reinigung nach jedem Backvorgang ist im Endeffekt leichter zu handhaben als hartnäckige Verkrustungen. Tritt der Fall ein, dass der Ofen nicht mehr durch einfaches Auswischen sauber wird, findest du effektive Reinigungsmethoden weiter unten im Beitrag.

Welche Teile des Ofens müssen gereinigt werden?

Oft ist es von Vorteil die einzelnen herausnehmbaren Elemente des Ofens separat zu säubern. So gelingt es dir auch den Backofen für lange Zeit sauber zu halten. Manchmal kann auch die Bodenplatte des Backofens herausgenommen werden.

Elemente, wie Einhängegitter, Backblech oder Backauszüge können wie gesagt separat gereinigt werden. Dazu reicht oft der Einsatz von normalem Spülmittel und einer Spülbürste oder einem Schwamm. Am besten werden diese Teile direkt nach der Verwendung gereinigt, wenn sie einiges an Schmutz abbekommen haben.

Du kannst die Einzelteile zum Beispiel für circa 30 Minuten in heißen Wasser legen und mit Spülmittel einweichen lassen. Danach sollten Verschmutzungen mit einer Spülbürste entfernt werden können. Reicht das nicht, findest du eine Lösung im Abschnitt der Reinigungsmethoden.

Neben den herausnehmbaren Teilen solltest du auch die Ofentür öfters reinigen. Bei einigen Modellen kann diese vom Backofen abgenommen werden, was die Reinigung vereinfacht.

Auf dem Sichtfenster bilden sich häufiger Mal braune Ablagerungen und Flecken, die sich nach längerer Zeit nicht mehr von einem feuchten Lappen und Glasreiniger entfernen lassen. Auch hierzu findest du eine Lösung im nächsten Abschnitt dieses Beitrags.

Während du die Ofentür reinigst, solltest du auch auf die Gummidichtungen der achten. Die Dichtungen lassen sich einfach mit warmen Wasser und Neutral Seife reinigen. Die Reinigung verhindert unnötigen Wärme- und Energieverlust während des Backens.

Wie oft sollte ich den Ofen reinigen?

Wenn du nicht zu faul bist, solltest du den Backofen im Idealfall nach jedem Gebrauch auswischen. Zu diesem Zeitpunkt sind die Verschmutzungen noch gut lösbar und einfach zu entfernen.

Ansonsten solltest du bei häufiger Benutzung den Ofen einmal im Monat gründlich säubern und den Rost und die Bleche von Verunreinigungen befreien. Bei normaler Nutzung reicht es den Ofen in regelmäßigen Abständen, etwa alle drei Monate, zu reinigen.

Je länger du das Backofenreinigen vor dir herschiebst, desto schwieriger wird es, die Verschmutzungen zu beseitigen.

Was tun bei einem verschmutzten Ofen: Hilfreiche Reinigungsmethoden

In den folgenden Abschnitten erklären wir dir wie du deinen Ofen neben der Verwendung eines Backofenreinigers säubern kannst. Diese Methoden sind nicht nur kostengünstiger, sondern meistens auch weniger schädlich für die Gesundheit.

Wenn du deinen Ofen bisher nur mit einem feuchten Tuch ausgewischt hast, haben sich wahrscheinlich Reste an der Oberfläche fest Gebrannt. Doch für solche Probleme geben wir dir effektive Reinigungsvorschläge. Dafür benötigst du nur einen Backofenreiniger oder eins der folgenden Hausmittel:

  • Salz
  • Zitronen
  • Backpulver
  • Natron
  • Rasierschaum

Die Reinigung geht ganz einfach mit dem Backofenreiniger

Einen Ofenreiniger kannst du in jedem Supermarkt kaufen. Mit dieser Lösung bekommst du den stärksten Schmutz vom Blech. Es gibt den Ofenreiniger als Schaum, als Gel oder in flüssiger Konsistenz.

Ofen

Wenn du schon den Ofen säuberst, vergiss nicht, auch die Knöpfe zu reinigen. Diese sind meistens sehr fettig. (Quelle: pixabay.com / Pimasuro)

Der Reiniger wird auf die betroffenen Stellen im Inneren des Ofens aufgetragen, entweder gesprüht oder mit einem Pinsel / Schwamm. Danach lässt du das ganze 10 Minuten bis mehrere Stunden einwirken. Die Zeit hängt stark vom Hersteller und Produkt ab. Nach der Einwirkzeit ist der Schmutz lose und kann mit einem Tuch weggewischt werden.

Achte allerdings darauf, dass der Ofenreiniger in großen Mengen giftig ist. Du solltest also bei der Verwendung auf jeden Fall Handschuhe tragen. Um die Chemie aus dem Backofen zu bekommen, kannst du den Ofen mit heißem Wasser auswischen und im Nachgang den Ofen ohne Lebensmittel aufheizen lassen.

Den Ofenreiniger kannst du neben dem Backofen auch zum Reinigen von Grill und Grillrost verwenden.

Das Backblech und den Boden mit Salz säubern

Befinden sich einige eingebrannte Reste auf dem Boden des Ofens oder auf dem Backblech, so kannst du diesen Schmutz mit der Behandlung von Salz einfacher entfernen.

Bevor du das Salz auf die Flächen streust, solltest du den Ofen mit einem feuchten Tuch auswischen. Dann kannst du das Salz großzügig auf die betroffenen Flächen streuen. Nun stellst du den Ofen auf 50 Grad Celsius und lässt ihn solange erhitzen bis das Salz eine bräunliche Farbe annimmt.

Nachdem du den Backofen hast auskühlen lassen, kannst du das Salz und die eingebrannten Reste mit einem feuchten Lappen leicht aus dem Ofen wischen.

Lasse das Salz nicht zu lange im Ofen, sonst kann es ebenfalls am Boden des Ofens oder Blechs festkleben.

Den Ofen mit Hilfe von Zitronensäure reinigen

Für diese Methode reichen schon zwei Zitronen und 150 Milliliter Wasser, die in einer Auflaufform zusammenkommen. Du presst also den Zitronensaft der beiden Zitronen in die bereits mit Wasser befüllte Auflaufform. Du kannst die ausgepressten Zitronen danach in der Form lassen.

Am besten vermischst du die Flüssigkeiten noch einmal gründlich und stellst die Auflaufform bei 120 Grad Celsius in den Ofen. Durch den entstehenden Wasserdampf lösen sich Fettflecken ganz von alleine auf, aber auch Verkrustungen weichen auf und können im Nachgang ganz einfach mit einem Tuch weggewischt werden.

Neben der effektiven Reinigung des Ofens entfaltet sich ein angenehmer Zitronen-Geruch im Ofen und die unangenehmen Gerüche werden neutralisiert.

Du kannst mithilfe von Zitronensäure auch Wasserkocher und Kaffeemaschinen entkalken. Außerdem eignet sich die Zitronensäure auch zum Reinigen von Ceranfeldern.

Backpulver hilft auch beim Säubern des Backofens

Backpulver ist ein hervorragendes Hilfsmittel bei eingebrannten Stellen im Backofen. Es wird allerdings auch beim Entkalken von einigen Küchengeräten verwendet.

Zuerst rührst du aus einer Packung Backpulver und etwa drei Esslöffeln Wasser eine Paste zusammen, die eine cremige Konsistenz besitzt. Danach gibst du die Paste auf die eingebrannten Stellen und verkrusteten Speisereste und lässt das Gemisch ungefähr eine halbe Stunde einwirken.

Nach dieser Wartezeit kannst du die Verschmutzungen im Backofen leicht ohne Schrubben, mit einem feuchten Tuch entfernen. Die Paste sollte nach dieser Zeit auch wieder pulvrig geworden sein und lässt sich so ebenfalls einfach wegwischen.

Wie du den Backofen mit Backpulver und Essig wieder sauber bekommst wird dir in diesem Video gezeigt:

Backofen mit Natron wieder blitzeblank machen

Wie bei den anderen beschriebenen Methoden wird der Backofen auch mit Natron wieder blitzblank. Auch hier ist Schrubben mit einer Bürste oder einem harten Schwamm nicht nötig.

Um die Lösung herzustellen, müssen Natron und Wasser vermischt werden. Das Verhältnis sollte hier 50 zu 50 sein. Die beiden Komponenten müssen so lange vermischt werden bis sie komplett miteinander vermengt sind. Danach schmierst du die Lösung großzügig auf die verschmutzten Stellen mithilfe eines Pinsels oder weichen Schwamms.

Achte darauf, dass du die Lösung nicht auf saubere Stellen schmierst, denn dadurch könnte die Beschichtung beschädigt werden. Nun solltest du die Mischung in etwa 20 Minuten einwirken lassen, dann kannst du den Schmutz mit einem feuchten Lappen entfernen.

Auch Rasierschaum hilft den Ofen wieder sauber zu bekommen

Die Reinigung deines Backofens kann auch durch den Einsatz von Rasierschaum erfolgen. Das Prinzip ist sehr einfach. Du sprühst den Schaum auf die schmutzigen Stellen und lässt diesen in etwa eine halbe Stunde einwirken. Dann kannst du alles wieder mit einem feuchten Lappen säubern.

Allerdings enthält der Rasierschaum einige Inhaltsstoffe, die nicht in Berührung mit Lebensmitteln kommen sollten. Daher solltest du nach dieser Reinigung den Ofen einen Leerlauf machen lassen und ihn auf etwa 200 Grad Celsius erhitzen. Danach ist der Backofen wieder bedenkenlos einsetzbar.

Trivia: Was du sonst noch über das Ofen reinigen wissen solltest

Welche Tipps gibt es, um den Ofen sauber zu halten?

In erster Linie kannst du versuchen die direkte Verschmutzung deines Backofens zu verhindern. Dazu kann Backpapier verwendet werden, welches du auf das Backblech oder Rost legst. Es verhindert fettige eingerannte Rückstände auf dem Boden oder Backblech.

Achte ansonsten auch darauf, dass die ausgewählten Auflaufformen oder Bräter so groß genug sind, damit nichts überlaufen kann.

Zitronen

Auch Zitronen können beim Entfernen von Fettflecken im Ofen helfen. Dazu werden die Zitronen mit Wasser in einer Auflaufform vermischt. (Quelle: unsplash.com / Tirza van Dijk)

Falls dir das nicht so gut gelingt, kannst du Verschmutzungen auch sofort nach dem Abkühlen des Backofens entfernen. Das sollte bei leichten Schmutzflecken kein allzu großes Problem sein.

Um einen großen Reinigungsaufwand bei dem Backgeschirr zu verhindern, kannst du Materialien wie Emaille oder Keramik verwenden. Backgeschirr mit diesen Oberflächen sind aufgrund ihrer Eigenschaften besonders leicht zu reinigen.

Gibt es Öfen die besonders einfach zu reinigen sind?

Es gibt tatsächlich Backöfen die Funktionen besitzen, die dir das Reinigen erheblich vereinfachen. Es gibt drei verschiedene Arten:

  • Kombi-Backofen
  • Katalytischer Backofen
  • Pyrolyse Backofen

Ein Kombi-Backofen hat meistens ein integriertes Dampfsystem, welches hartnäckigen Schmutz durch die Dampfzugabe einweichen kann. Dadurch kann dieser Schmutz schnell und einfach von der Oberfläche lösen und entfernen.

Die katalytische Beschichtung des Ofeninneren ist insoweit hilfreich, dass diese speziellen Katalysator-Partikel Fettverschmutzungen schon während des Betriebs bei über 200 Grad Celsius zersetzt werden.

Beachten musst du allerdings, dass die Beschichtung nicht mit Scheuermilch, Bürsten oder Stahlwolle behandelt werden darf. Denn dadurch wird die katalytische Schicht beschädigt und verliert ihre Reinigungseigenschaft.

Besonders luxuriös ist ein Backofen mit Pyrolyse-Funktion, dies ist eine Selbstreinigung des Backofens. Der Ofen erhitzt sich auf bis zu 500 Grad Celsius. Bei solchen Temperaturen werden jegliche Verunreinigungen heruntergebrannt.

Im Backofen bleibt nun nur noch Asche, die nach dem Abkühlen mit einem feuchten Tuch weggewischt werden kann.

Je nachdem wie hoch die Verschmutzung ist und auf welcher Reinigungsstufe der Ofen eingestellt ist, dauert dieser Pyrolyse Vorgang etwa 1 bis 3 Stunden.

Hier findest du ein Video zu einem Pyrolyse Backofen:

Fazit

Ist dein Backofen stark verschmutzt, hilft dir nur noch das Reinigen um den unangenehmen Geruch und Flecken sowie Überbleibsel zu entfernen. Dazu helfen dir chemische Komponenten, wie der Backofenreiniger, aber auch Hausmittel sind sehr gut geeignet um den Ofen wieder blitzeblank zu bekommen.

Damit du nicht häufig eine komplett gründliche Reinigung vorzunehmen gibt es einige Präventionsmaßnahmen, wie das sofortige reinigen nach der Benutzung und die Verwendung von Backpapier. Auch ganz angenehm sind Backöfen mit Selbstreinigungsfunktion. Solche Geräte vereinfachen die Reinigung um ein vielfaches.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.brigitte.de/leben/wohnen/haushalt/backofen-reinigen–9-tipps-fuer-einen-sauberen-backofen-10174502.html

[2] https://www.moderne-hausfrau.de/wie-putzt-man-den-backofen-richtig/

Bildquelle: Le Creuset / unsplash.com

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